Sommerausstellung vom 10. Juli – 31. Oktober 2005
Das
Kopftuch ist in den letzten Jahren ein umstrittenes Stück weiblicher
Kultur geworden. Doch Kopftücher werden auch von Frauen im
Bregenzerwald seit vielen Generationen selbstverständlich getragen.
Auch die Stucha, Bestandteil der Trauertracht und der historischen
Hochzeitsbekleidung der Bregenzerwälderinnen, ist eine Kopftuch-Art.
Das Kopftuch findet sich in vielen Kulturen als Teil der
Arbeitskleidung oder auch in aufwendigeren Materialien und Formen als
Teil der Festtagsbekleidung.
Die Ausstellung bietet
faszinierende Vergleiche verschiedener Kulturen, wobei überraschende
Einsichten in die jeweils eigene Kultur entstehen. Es können Einblicke
in Geschichte und Gegenwart von Kopftuchtraditionen im Bregenzerwald,
in Oberösterreich, Deutschland, Türkei, Rumänien, aber auch Peru,
Panama, Argentinien und Westafrika gewonnen werden. Handwerkliche
Techniken und persönliche Berichte von Kopftuchträgerinnen bereichern
die Ausstellung.
Die aktuellen politischen Diskussionen über
das Symbol Kopftuch werden aufgezeigt und analysiert. Im Rahmen von
Ideologien, Religionen, Ge- und Verboten kann das Tragen eines
Kopftuches Symbol für Unterdrückung oder Widerstand werden.
Die
Ausstellung ist eine Produktion der Gruppe Akkent – Bala – Franger –
Lorbeer und eine Kooperation mit dem "Verein Frauen in der Einen Welt"
in Nürnberg, für den Bregenzerwald ergänzt durch das Frauenmuseum.
Museumspädagogische
Workshops für Schulen für Herbst 2005 werden von Frau Dr. Renate Huber
(Historikerin und Trainerin im Bereich Interkulturelle Kommunikation)
vorbereitet.
Im Herbst wird die Ausstellung durch ein Projekt
der Schule Marienberg – Bregenz erweitert: "Bregenzerwälder Tracht als
Ausgangspunkt für Kunstobjekte von heute" – dreiteilige
Rauminstallation
Interpretation der Spitzkappe als plastisches Objekt
Interpretation der Juppe als Kleiderobjekt – "SPRACHGEWAND(T)"
Interpretation der Bregenzerwälder Frauentracht als Bildobjekt.
Eröffnung: Samstag, 9. Juli 2005, 20.15 h, Frauenmuseum in Hittisau
Sommeröffnungszeiten: Do 19 – 21 h, Fr, Sa 16 – 18 h, So 15 – 18 h
Und jederzeit nach tel. Vereinbarung: Tourismusbüro Tel. +43(0)5513/ 6209-50 und Brigitte Nenning, Tel. +43 (0) 5513/ 2543
Frauenmuseum in Hittisau, Platz 501, A 6952 Hittisau
Tel. +43(0)5513/ 6209-30, Fax: +43(0)5513/ 6209-19, E-mail: kontakt@frauenmuseum.com
www.frauenmuseum.com