Aus einem E-Mail von Birgit Mark, vom 3. Mai 04, an okay. zusammen leben:
"Vor
ca. zwei Wochen habe ich am PI Feldkirch an einem Seminar teilgenommen,
das mir übrigens sehr gut gefallen hat. Unter anderem wurde dann auch
die Frage aufgeworfen, wie das Thema ´Ausländer in der Schule´
behandelt werden kann – zumal sachliche Argumente meist wenig bringen
und die Schüler doch eher emotional reagieren...
Letzte Woche
habe ich in einer 5. Klasse in Geographie das Thema Wanderungen
behandelt... Begonnen haben wir mit der einfachen Frage: Wer ist
bereits einmal umgezogen (einige Schüler zeigen auf, nennen Gründe) –
drei Schülerinnen sind Ausländerinnen (China, Kroatien, Türkei) – dies
hat dann gleich eine gute Möglichkeit geboten, einen Satz in diesen
Sprachen zu lernen... Die Fragen gingen dann weiter: Wessen Eltern sind
nicht direkt aus Vorarlberg und schließlich: Wessen Großeltern
(mindestens eine Großmutter/Großvater) kommen nicht direkt aus
Vorarlberg? Und bei der letzten Frage hat sich gezeigt, dass von 32
SchülerInnen nur noch vier SchülerInnen nur Vorarlberger Großeltern
hatten. Alle anderen berichteten von Großeltern aus Slowenien,
Südtirol, Kroatien... Tja, und die Kroatische Schülerin, die sich
eingangs noch fast geschämt hatte, auch kroatisch zu sprechen, war fast
stolz darauf, kroatisch zu sprechen...
– Eine sehr einfache, aber vielleicht doch sinnvolle Idee, das Thema Ausländer in den Unterricht zu bringen..."