okay. zusammen leben
Projektstelle für Zuwanderung und Integration
Färbergasse 15/304 . 6850 Dornbirn. Tel. +43 5572 398102 0 . www.okay-line.at




Referenzprojekte 1

"Kompetenzzentrum Sprachförderung" Köln

Das Kompetenzzentrum Sprachförderung setzt sich für ein integriertes Bildungsprogramm Sprache ein. In Köln soll die Sprachförderung Aufgabe aller Pädagoginnen und Pädagogen sein. Kindertagesstätten, Schulen, Berufskollegs und die Weiterbildung sollen sich an diesem Bildungsprogramm orientieren können. Das "Kompetenzzentrum Sprachförderung" setzt an drei Stellen an:

  • Nachhaltige Lehrkräftefortbildung mit Umsetzungsbegleitung und struktureller Begleitung zur Verankerung in den Schulen.
  • Aufbau einer Kooperations- und Kommunikationsplattform – mit Beratung und internetgestützter Materialbörse
  • Werbung für mehrsprachige Erziehung

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.kompetenzzentrum-sprachfoerderung.de



Family Literacy "Schenk mir eine Geschichte"

"Schenk mir eine Geschichte" (Family Literacy) ist ein Leseförderungsprojekt des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). Das Projekt setzt sich für eine bessere Integration durch sprachliche Bildung ein. Vorschulkinder mit nicht-deutscher Muttersprache werden mit Bilderbüchern, Geschichten, Gedichten und Liedern in ihrer Muttersprache gefördert. Damit möchte das Institut eine wichtige Grundlage für den Erwerb der deutschen Sprache schaffen. Interkulturelle VermittlerInnen werden vom Institut zu AnimatorInnen ausgebildet und erzählen in Treffs und Bibliotheken Bilderbuchgeschichten, sie spielen und basteln mit den Kindern. Die Eltern, denen diese Aktivitäten oft ganz fremd sind, werden miteinbezogen.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.sikjm.ch



SpielgruppePlus, Kanton Zürich (CH)
Projektleitung: Bildungsdirektion Kanton Zürich, VSA (N. Selimi) und AJB (B. Avogaro)

Bei der SpielgruppePlus handelt es sich um ein von der Kontaktstelle Kleinkindfragen (Kanton Zürich, CH) betreutes Projekt. Mit einem pädagogischen Programm wird eine Gruppe von Kindern im Spielgruppenalter während zwei Jahren (2006-2008) gezielt im Deutscherwerb gefördert. Die teilnehmenden Kinder besuchen die SpielgruppePlus zweimal wöchentlich. Die Spielgruppenleiterinnen werden durch Fachleute speziell auf diese Aufgabe vorbereitet und bei Bedarf während der gesamten Projektdauer beraten. Zusätzlich werden sie von je einer Assistentin bei ihrer Arbeit unterstützt.

Das Volksschulamt und das Amt für Jugend und Berufsberatung haben ein Informationsblatt für Eltern zum Thema "Familienergänzende Kinderbetreuung" erstellt. Dieses wurde in acht Sprachen übersetzt und wird interessierten Eltern zur Verfügung gestellt.

Das Projekt wird vom Marie Meierhofer-Institut für das Kind (Zürich) wissenschaftlich begleitet. Ein Bericht über die Wirkung des Besuchs einer SpielgruppePlus wird Ende 2008 das Projekt abschließen.

Weitere Information finden Sie unter: Bildungsdirektion Kanton Zürich
www.bildungsdirektion.zh.ch



Lesestart - Die Lese-Initiative für Deutschland

Damit viele Eltern diese frühe und preiswerte Chance zur Förderung ihres Kindes nutzen können, hat die Stiftung Lesen gemeinsam mit vielen Partnern "Lesestart - Die Lese-Initiative für Deutschland" ins Leben gerufen und ein kostenlose Lesestart-Set für Eltern von einjährigen Kindern entwickelt. Ab Sommer 2008 können so in zwei aufeinander folgenden Jahren insgesamt 500.000 einjährige Kinder und ihre Eltern die Lesestart-Materialien im Rahmen der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchung U6 erhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.lesestartdeutschland.de



Booktrust – Großbritannien

Booktrust ist eine unabhängige Wohltätigkeitsorganisation, die Menschen ermutigt das Lesen zu entdecken und sich daran zu erfreuen. In Großbritannien organisiert Booktrust eine Reihe von nationalen Programmen und Kampagnen.

Bookstart: Im Rahmen dieses Programms erhalten Eltern mit Babies ein kostenloses Paket mit Büchern und einem umfangreichen Elternratgeber zum Thema Lesen und buchbezogenen Ressourcen wie z.B. Büchereien in der Region etc.

Booktime: Kinder, die gerade das erste Schuljahr starten, erhalten ein Buchpaket, die Eltern werden ermutigt den Kindern daraus vorzulesen.

Booked Up: Siebenjährige Kinder erhalten ein kostenloses Buch aus einer Liste von 12 Büchern.

Eine nationale Kampagne "The Big Picture" fördert Bilderbücher und deren Gebrauch. Die jährlich stattfindende "Kinderbuch-Woche" wird vor allem in Zusammenarbeit mit den Schulen umgesetzt, und widmet sich von Jahr zu Jahr einem anderen Themenschwerpunkt.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.booktrust.org.uk/Home



Frühstart. Deutsch und interkulturelle Bildung im Kindergarten
Ein Projekt der Hertie-Stiftung
Information: www.projekt-fruehstart.de

Das Projekt "Frühstart" konzentriert sich auf drei zentrale Elemente einer erfolgreichen frühen Sprachförderung für Kinder mit Migrationshintergrund in den Institutionen der frühen Bildung: Sprachförderung der Kinder in diesen Institutionen, interkulturelle Bildung für die PädagogInnen und Elternarbeit. Erzieherinnen und Erzieher in Kindergärten mit hohem Zuwandereranteil brauchen Kenntnisse und Methoden, um eine optimale Sprachförderung für Zuwandererkinder leisten zu können. Mit einem intensiven Fortbildungsprogramm für Erzieherinnen und Erzieher legt "Frühstart" die Grundlage für eine erfolgreiche sprachliche Bildung im Kindergarten.

Geschichten, Gedichte, Fingerspiele, Abzählreime, Märchen, Lieder, Rollenspiele, Malen – frühstart gibt den Erzieherinnen und Erziehern vielfältige didaktische und inhaltliche Möglichkeiten zur Vermittlung der deutschen Sprache an die Hand. Sie lernen, Kindern mit Migrationshintergrund in Kleingruppen Deutsch zu vermitteln und Sprachförderung in ihren Arbeitsalltag einzubinden.

Sprachliche Schwierigkeiten, die Zuwandererkinder in den Kindergarten mitbringen, können unterschiedliche Ursachen haben. In zusätzlichen Fortbildungen lernen die Erzieherinnen und Erzieher zwischen der altersgemäßen Sprachentwicklung und logopädisch bedeutsamen Spracherwerbsstörungen zu unter scheiden. Ergänzend können sie an regelmäßigen Supervisionen teilnehmen, die ihnen Raum für Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Arbeit geben. Durch Team-Fortbildungen soll die Sprachförderung zudem stärker in das pädagogische Gesamtkonzept des Kindergartens eingebunden werden.

  • Interkulturell bilden – Kinder zu kultureller Offenheit zu erziehen, setzt eine entsprechende Offenheit der Erzieherinnen und Erzieher sowie der Eltern voraus. Ein zweites frühstart-Fortbildungsmodul ist daher die interkulturelle Bildung im Kindergarten. Das Modul vermittelt grundlegende Kenntnisse über kulturelle Bezüge und interkulturelle Handlungskompetenz, fördert das Verständnis der Entstehung von Werten, Normen und Urteilen und sensibilisiert für kulturell bedingte Konfliktsituationen. An dieser Fortbildung nehmen Erzieherinnen und Erzieher sowie Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter gemeinsam teil. Die Schulungen werden von verschiedenen Fachreferenten durchgeführt. Alle Kinder profitieren: Die interkulturelle Erziehung bietet viele Anlässe zum Erzählen und zum spielerischen Austausch und ermöglicht allen Kindern, fremde Kulturen kennen zu lernen.
  • Eltern beteiligen – Viele Eltern mit Migrationshintergrund wissen zu wenig über das deutsche Bildungssystem oder haben Berührungsängste gegenüber deutschen Bildungseinrichtungen. Die Elternarbeit von frühstart soll Ängste und Informationslücken überwinden helfen und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Erzieherinnen und Erziehern mit Eltern vorbereiten. Ehrenamtliche Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter, die selbst zweisprachig sind und durch Fortbildungen auf ihre Arbeit vorbereitet werden, übernehmen eine Brückenfunktion zwischen Elternhaus und Kindergarten. Sie beraten die Eltern in Bildungsfragen, führen thematische Elternnachmittage zur Wissensvermittlung durch und machen die Bedeutung des Kindergartens und des deutschen Bildungssystems verständlich. Ziel ist es, die Eltern aktiv am Bildungsprozess ihrer Kinder zu beteiligen. Der Austausch zwischen Erzieherinnen und Erziehern, Elternbegleitern und Eltern braucht einen Ort. Die Kindergärten erhalten finanzielle Unterstützung, um die Begegnungs- und Beratungsmöglichkeiten gerade für Mütter in den Kindertagesstätten zu verbessern.
  • Akteure vernetzen – Mit den drei Elementen Sprachförderung, interkulturelle Bildung und Elternarbeit kann frühstart viel für die Integration der Zuwandererkinder und ihrer Eltern tun. Damit der Prozess der Integration weitergeht – und beispielsweise der Sprung vom Kindergarten in die Grundschule optimal gelingt – ist ein intensives Zusammenspiel der Kindertagesstätten mit anderen Akteuren entscheidend: den Grundschulen, Familienberatungsstellen, Migrantenverbänden und nicht zuletzt mit den Kommunen.

 

Institut für Interkulturelle Pädagogik der Volkshochschule Oberösterreich

Das IIP bietet ein umfassendes Angebot an Möglichkeiten für die frühe Sprachförderung und die Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen vom 1. bis 20. Lebensjahr sowie auch Programme für Erwachsene an. Gefördert werden soll die deutsche Sprache und die Mehrsprachigkeit. Zielgruppen sind Eltern, PädagogInnen, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Information: www.vhs-interkulturell.at
 

 

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Sas, 01.03.2010