okay. zusammen leben
Projektstelle für Zuwanderung und Integration
Färbergasse 15/304 . 6850 Dornbirn. Tel. +43 5572 398102 0 . www.okay-line.at




Downloads:
TIESV Papier 1 Befragungsgruppen
TIESV Papier 2 Bildungsverläufe
TIES­ Papier 3 Identitäre Dimensionen

TIES–Vorarlberg: Daten und Fakten zur Integration der 2. Generation in Vorarlberg

Der Integrationsprozess von Zugewanderten in die europäischen Gesellschaften ist seit Jahren ein öffentlich intensiv diskutiertes Thema: auch in Österreich und Vorarlberg. Die einen betonen die Defizite; die anderen das bereits Erreichte. Die einen sehen Integration in erster Linie als Bringschuld von Zugewanderten; andere betonen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen als Faktoren von Integrationsprozessen. Auch noch nie in der Geschichte von Migrations- und damit verbundenen gesellschaftlichen Integrationsprozessen wurden diese wissenschaftlich so genau begleitet und dokumentiert wie aktuell in Europa.
 
 
Studie zur Integration der Zweiten Generation in Vorarlberg
Eines dieser aktuellen Forschungsprojekte ist die Studie zur Integration der 2. Generation in ausgewählten europäischen Ländern mit dem Namen TIES. An dieser Studie hat sich auch Vorarlberg beteiligt. Dieses Forschungsprojekt ermöglicht auch für unser Land erstmalig einen genauen Blick auf den Verlauf des Integrationsprozesses der ab den 60er Jahren nach Vorarlberg Zugewanderten aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien und der Türkei.
 
TIES steht für „The Integration oft the European Second-Generation“ und ist ein internationales Forschungsprojekt zur Integration der Zweiten Generation von Zuwanderern, an dem die Länder Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Spanien, Schweiz und Schweden teilnehmen. TIES untersucht den Stand der Integration der Zweiten Generation in jeweils zwei Großstädten dieser Länder in verschiedenen gesellschaftlich relevanten Bereichen. Schwerpunktmäßig wurden Daten zu den Bereichen Ausbildung (Bildungskarriere und -hindernisse), Erfahrungen am Arbeitsmarkt, soziales Beziehungsnetzwerk (Partnerschaft, Eltern, Freundschaften), Wohnen und Nachbarschaft, Identität und Religion sowie politische Partizipation erhoben. Dazu wurden vom jeweiligen Einwanderungsland abhängig türkische, marokkanische und aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 35 Jahren befragt. Bedingung ist, dass sie bereits im Einwanderungsland geboren wurden. Als Vergleichsgruppe wurden gleichaltrige Erwachsene der Mehrheitsbevölkerung, bei denen beide Elternteile im jeweiligen Untersuchungsland geboren sind, befragt. (Informationen zum TIES-Forschungsprojekt:www.tiesproject.eu)
 
Für Österreich gibt es Ergebnisse zu den Städten Wien und Linz sowie zu Vorarlberg. Die Vorarlberger Studie wurde unter Bezugnahme auf das internationale Forschungsprojekt im Auftrag der Vorarlberger Landesregierung von der Projektstelle „okay.zusammen leben“ durchgeführt. Es ist die erste umfassende repräsentative sozialwissenschaftliche Studie zum aktuellen Integrationsprozess von Zugewanderten für Vorarlberg.
 
Erkenntnisse über den Verlauf und die Faktoren von Integrationsprozessen
Die Länder-, Gruppen- und Generationen-übergreifende Vorgehensweise von TIES macht es möglich, Faktoren zu identifizieren, die einen Einfluss auf den Verlauf von Integrationsprozessen nehmen. Welche Rolle spielen Länder-Kontexte? Welche das Bildungskapital von Eltern? Wie verläuft der Prozess zwischen den Generationen? Die TIES-Studie ist ein gewichtiger Beitrag zum Verständnis von Integrationsprozessen und hat damit das Potential, zu einer effektiveren gesellschaftlichen Gestaltung dieser Prozesse sowie einer genaueren und qualitätsvolleren Debatte beizutragen.
 
 
Öffentliche Vermittlung der Ergebnisse der Vorarlberger TIES-Studie
 
1. Öffentliche Veranstaltungen
 
Die Ergebnisse der TIES-Studie für Vorarlberg werden zwischen November 2012 und Mai 2013 in drei öffentlichen Veranstaltungen vorgestellt. Die erste Veranstaltung der Reihe am 23. November letzten Jahres beschäftigte sich mit der Bildungsintegration und der Identitätsbildung der zweiten Generation in Vorarlberg. Die zweite Veranstaltung am 5. April in Feldkirch wird die Ergebnisse zur Arbeitsmarktintegration und zur Religiosität der zweiten Generation vorstellen. Auf dieser Veranstaltung wird Fenella Fleischmann von der Universität Leiden (Niederlande) mit Ergebnissen ihrer länderübergreifenden Forschung zur Religiosität junger Muslime in Europa aus soziologischer Perspektive zur Vertiefung der Ergebnisse der Vorarlberger TIES-Studie im Bereich Religiosität beitragen. Die dritte und die Reihe abschließende Veranstaltung findet am 13. Juni, von 14.00 bis 17.00 Uhr, im Löwensaal in Hohenems statt.
 
 
2. Präsentationen der Studie auf Anfrage
 
Wir vermitteln ausgewählte Ergebnisse der Studie gerne auf Einladung in Institutionen oder öffentlichen Veranstaltungen. Bitte, kontaktieren Sie dafür Dr. Eva Grabherr (eva.grabherr@okay-line.at) oder Dr. Simon Burtscher-Mathis (simon.burtscher@okay-line.at).
 
 
3. Veröffentlichung der Studie in Papieren
 
Wir veröffentlichen die Ergebnisse der Studie laufend in Papieren. Die Downloads der Papiere finden Sie in der rechten Spalte ►
 
Ties-Vorarlberg/Papier 1: Beschreibung der Studie, der Befragungsgruppen und soziostruktureller Merkmale der Elterngeneration (Simon Burtscher-Mathis/Nina Formanek).

TIES Vorarlberg/Papier 2: Bildungsverläufe und Bildungsabschlüsse im Gruppenvergleich und ihre Bedeutung im internationalen Kontext (Simon Burtscher-Mathis)
 
Ties–Vorarlberg/Papier 3: Zweiheimisch als Normalität – zu identitären und kulturellen Dimensionen der Integration der 2. Generation in Vorarlberg (Eva Grabherr/Simon Burscher-Mathis)
 
Downloads:
TIESV Papier 1 Befragungsgruppen
TIESV Papier 2 Bildungsverläufe
TIES­ Papier 3 Identitäre Dimensionen