Seminarinhalt
Über „türkische Männer“ wurde bisher viel geschrieben und gesagt, allerdings zu wenig geforscht. Die meisten AutorInnen schildern türkeistämmige Männer als Patriarchen, Frauenunterdrücker, Machos, als aggressiv und gewalttätig.
Viele Fragen bleiben dabei oft unbeantwortet; wenn diese Männer so sind wie sie sind? Und warum und wie sie zu diesen Männern werden? Anhand von Beispielen und Falldarstellungen werde ich versuchen mögliche Erklärungen darzustellen.
In diesem Seminar werde ich meine kleine neue Untersuchung vorstellen. Die Bindungstheorie und die psychodynamische Sichtweise bilden den theoretischen Rahmen dieser Untersuchung. Welchen Einfluss haben im Prozess der männlichen Identitätsbildung die kulturellen, familiären und erzieherische Hintergründe. Diese werden kritisch hinterfragt und vorgestellt.
Es soll auch darum gehen sich mit eigenen Bildern zum Thema Männlichkeit versus Weiblichkeit auseinanderzusetzen. Aber auch einige Überlegungen für die praktische Arbeit mit Jungen und deren Familien
werden im Fokus sein.
Zielgruppe
Fachkräfte in der Beratung bzw. Betreuung von MigrantInnen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen, bei Ämtern und Behörden; TeilnehmerInnen der letzten modularen Seminarreihen.
Referierender
Dr. Ilhami Atabay, München (D), Dipl.- Psychologe, Pädagoge M.A., Psychologischer Psychotherapeut, Verhaltenstherapeut und Supervisor, interkultureller Trainer und Autor.
Anmeldung
Bis spätestens 30. März 2012 an Schloss Hofen, Veranstaltungszentrum Kapuzinerkloster Bregenz.
Eine Kooperation mit dem Qualifizierungsverbund Soziales & Gesundheit und okay. zusammen leben, Projektstelle für Zuwanderung und Integration.
Information:
Schloss Hofen
Wissenschaft und Weiterbildung
Veranstaltungszentrum Kapuzinerkloster
Kirchstraße 38
6900 Bregenz
Österreich
Fachbereich Soziale Arbeit
Tel.: +43-5574-43046, E-Mail: soziales@schlosshofen.at
Internet: http://www.fhv.at/weiterbildung/gesundheit-soziales/Handlungsfeld-Interkulturell