Dorfgespräche über Integration
Projekträger: Gemeinde Altach und "okay.zusammen leben"
Bei
drei Gesprächsabenden in der Aula der Volkschule Altach zeigte sich,
dass ein sensibles Thema auch abwechslungsreich, spannend und humorvoll
angepackt werden kann. Einen großen Beitrag dafür lieferte das
Improvisationstheater "Paroli", das beim zweiten Dorfgespräch mit viel
Kreativität und Spontaneität relevante Themen, wie Ausschluss,
Vorurteile oder Verständigung, auf der Bühne in Szene setzte. Auf die
Rückmeldungen des Publikums reagierend, wurden verschiedene Facetten
dargeboten.
Wie wichtig es ist, dass Gesprächsräume geschaffen
werden, wo die Schönheit anderer Kulturen ebenso ein Thema ist, wie
Irritationen, bekräftigte Dr. Eva Grabherr von "okay.zusammen leben".
Unter der lockeren Moderation von Suna Yamaner, selbst in einer
katholisch-muslimischen Familie aufgewachsen, wurde in der voll
gefüllten Aula rege diskutiert. Einige Zuwanderer berichteten vom
Problem des Entwurzeltsein: "Ich weiß nicht, wo ich hingehöre, ich bin
nirgends zuhause." Was nach sich zieht, dass man seine Muttersprache
spricht und seinesgleichen sucht, erklärten die Zuwanderer.
Waren
es bei den ersten beiden Dorfgesprächen die Organisatoren, die mit
Impulsen für den Ablauf sorgten, so lieferten die
Gesprächsteilnehmer(innen) mit landestypischen Speisen, die sie mit
Heimat verbinden, Anregungen für den dritten Abend. Mit dem Wort
"Heimat" wurde auch das Thema "Integration im Wahlkampf" zum Inhalt der
Diskussion.
"Es macht einen großen Unterschied, ob über
Menschen gesprochen wird oder ob Räume geboten werden, wo miteinander
über Wünsche und Bedürfnisse diskutiert wird", erklärte Moderatorin Suna
Yamaner. Die mitgebrachten Speisen – österreichische, serbische,
türkische, brasilianische, chinesische, polnische und kolumbianische
Spezialitäten – gaben einen Einblick in die Bräuche der
unterschiedlichen Kulturen und leiteten zur Diskussionsrunde über, bei
der positive Erfahrungen Altacher Bewohner(innen) mit migrantischem
Hintergrund problematischen und von Emotionen begleiteten Erlebnissen
gegenüberstanden.
Ein positives Resümee zieht Projektleiterin
Kiki Karu: "Es hat sich während der drei Dorfgespräche eine
Vertrauensbasis entwickelt, die Energie gilt es nun zu nutzen, um die
Projektideen in die Tat umzusetzen."
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