(Stand: 2006)
Generelle Zielsetzungen der Aktivitäten:
Das
Institut für Sozialdienste bietet Beratung für MigrantInnen in allen
Fragen. Es hat durch die psychosoziale Beratungsarbeit auch direkten
Einblick in die Problemfelder und Anliegen der in Vorarlberg lebenden
MigrantInnen.
- In den IfS-Beratungsstellen in Bregenz,
Feldkirch, Hohenems, Dornbirn und Bludenz stehen mehrsprachige
BeraterInnen zur Verfügung.
- Das IfS bietet für türkisch
sprechende Menschen seit einiger Zeit ein spezielles Service an: Die
IfS-Internetberatung für Menschen in Not und Krisen, die völlig anonym
und kostenlos ist. Neben deutschsprachiger Beratung steht auch eine
Fachperson zur Verfügung, die in Türkisch den Dialog führt.
Projekte des IfS mit und für MigrantInnen
Neben der
Einzelfallarbeit werden von verschiedenen Fachbereichen des Instituts
für Sozialdienste, immer wieder Projekte entwickelt, die sich thematisch
an den Bedürfnissen der MigrantInnen orientieren.
- So
hat die Beratungsstelle Bludenz ein Projekt für Frauen durchgeführt, bei
dem sich Frauen aus der Türkei, Bosnien, Kroatien, Spanien, den
Philippinnen und anderen Nationen, die im Raum Bludenz beheimatet sind,
mit "einheimischen Frauen" in regelmäßigen Abständen getroffen haben, um
sich gegenseitig über ihren Alltag auszutauschen, die Gemeinsamkeiten
zu suchen und sich auch gegenseitig in Alltagsbelangen zu unterstützen.
Das Projekt fand seinen Höhepunkt in einem "Fest der Frauen" in der
Stadthalle in Bludenz. Die Frauengruppe organisierte diese Veranstaltung
gemeinsam. An diesem Fest nahmen über 400 Frauen teil.
- Ein
weiteres, sehr erfolgreiches Projekt der Beratungsstelle Bludenz war
der "Kindernachmittag". Einmal in der Woche wurde zunächst den Kindern
von Klientinnen die Möglichkeit geboten, in Begleitung von
Sozialarbeiterinnen Hausaufgaben zu machen und einen Raum für Gespräche
und Spiele zu haben. Das Interesse am Projekt war so groß, dass bereits
im zweiten Schulsemester zwei Gruppen gebildet werden mussten.
- Die
Beratungsstelle Feldkirch führte über mehrere Jahre Informationsabende
für türkischstämmige Migrantinnen durch. An diesen Informations- und
Gesprächabenden stellten sich Mitarbeiter des IFS, sowie externe
Fachleute für Fragen und den Austausch zu speziellen Themen zur
Verfügung.
- Das "Jugendprojekt" der Beratungsstelle
Feldkirch, das auf Wunsch von MigrantInnen der 2. und 3. Generation
entwickelt wurde, erfreute sich bei Jugendlichen aus der Türkei über
mehrere Jahre hinweg großer Beliebtheit. An diesen Nachmittagen wurde
den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, sich mit ihrer
Herkunftskultur, Herkunftssprache und ihrer Identität
auseinanderzusetzen, um in Folge Zukunftsperspektiven entwickeln zu
können.
- Ein weiteres Projekt der Beratungsstelle
Feldkirch, dass in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rankweil durchgeführt
wurde, war das Projekt "Alltagskommunikation in deutscher Sprache".
Über 60 Migrantinnen meldeten Interesse an diesen Kursen für Frauen
teilzunehmen, bei denen die sprachliche Kommunikation gezielt bedarfs-
und bedürfnisorientiert gefördert wurde.
- Ein
frauenspezifisches Projekt bot die Beratungsstelle Hohenems, das in
regelmäßigen Abständen "Teeabende" für Frauen aus der Türkei
veranstaltete. An diesen wöchentlich stattfindenden Abenden wurden
Frauen durch Expertinnen über verschiedene Themen informiert. Sie hatten
auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und über ihre Anliegen zu den
Themen zu sprechen. Diese Abende waren für die Migrantinnen auch
wichtig, um aus ihrer Isolation herauszukommen, Kontakte zu pflegen,
aber auch um Schwellenängste im Zugang zu Beratungsstellen zu
überwinden.