Vortrag: Wie baut man ein "ortsübliches" Minarett? II
z.B. in den Vereinigten Staaten von Amerika
25.6.2009, 20 Uhr
im Salomon-Sulzer-Saal in der ehemaligen Synagoge Hohenems.
"Zwischen
Gebetsstätte und Kulturzentrum: Vielfalt der Moscheenarchitektur in den
U.S.A."
ein Vortrag mit Lichtbildern von Azra Aksamija, Architektin
und Künstlerin, Boston
Die Veranstaltung wurde organisiert von
INKA Institut für Interkulturelle Arbeit, Dornbirn, dem Jüdischen
Museum Hohenems, "okay. zusammen leben"/Projektstelle für Zuwanderung
und Integration, Dornbirn, dem v a i vorarlberger architektur institut,
Dornbirn und unterstützt durch die Botschaft der Vereinigten Staaten
von Amerika, Wien. 76 Besucher haben daran teilgenommen.
Es
gibt Länder mit mehrheitlich christlicher Bevölkerung, die einen
entspannten Umgang mit religiösen Minderheiten leben – oder zumindest
versuchen ein produktives Zusammenleben zu erleichtern, bei allen
Konflikten, die zum Alltag dazu gehören.
In den USA leben heute
mehr als 2,3 Millionen Muslime. Auch wenn die Konflikte im Nahen Osten –
und die US-Außenpolitik – immer wieder auch in den Alltag der
amerikanischen Gesellschaft hineinwirken, die Religionsfreiheit und die
Trennung von Kirche und Staat werden nicht in Frage gestellt. Jenseits
der Realitäten sozialer Gegensätze und populärer Ressentiments, von
christlichen und islamischen Fundamentalismen, hat sich ein großer
Spielraum für gesellschaftliche Teilnahme eröffnet. Und ein
selbstverständlicher Umgang mit öffentlich sichtbaren religiösen Gebets-
und Gemeindbauten islamischer Organisationen gehört dazu. Das Spektrum
der Moscheenbauten reicht dabei von orientalistischem Retro-Stil bis zu
dezidiert zeitgenössischem Bauen, auch mit besonderen Anklängen an
regionale Bauweisen.
Azra Aksamija , österreichische
Architektin und Künstlerin, wurde 1976 in Sarajevo geboren und lebt und
lehrt seit einigen Jahren in den USA, seit 2004 am Center for Advanced
Visual Studies am MIT in Boston. Ihre Arbeiten wurden unter anderem
ausgestellt bei der Generali Foundation in Wien (2002), Sculpture Center
New York (2006), Secession Wien (2007) und auf der Manifesta 7 (2008).
Information:
Jüdisches Museum Hohenems
Villa
Heimann-Rosenthal
Schweizer Straße 5, A-6845 Hohenems
Tel.:
+43-5576-73989-0
E-Mail: office@jm-hohenems.at
Internet: www.jm-hohenems.at