"Willkommen in Vorarlberg" - Eine neue Begrüßungskultur für ZuwanderInnen
Eine neue Begrüßungskultur für NeuzuwandererInnen zu etablieren, ist
ein zentrales Thema der aktuellen Integrationspolitik, das vor allem in
den europäischen Großstädten in Form diverser Maßnahmen umgesetzt wird.
Es ist zum einen Ausdruck des Paradigmenwechsels vom Rotationsmodell
zur Einwanderungspolitik und zum anderen Ausdruck eines neuen
pragmatischen Zugangs zum Thema. "Begrüßen" heißt in diesem Kontext vor
allem "Informieren" und zur Orientierung beitragen, heißt, gute
Möglichkeiten für einen schnellen Spracherwerb zu bieten, und heißt,
die Menschen in der ersten Zeit im neuen Land sinnvoll zu unterstützen.
Das soll, so die Erwartung, die Integration erleichtern und damit auch
zur Abnahme von (volkswirtschaftlich teuren) Symptomen schlecht
verlaufender gesellschaftlicher Integrationsprozesse führen.
Wien
und Frankfurg geben umfangreiche Orientierungsmappen für
NeuzuwandererInnen aus. Veranstaltungen unterstützen diesen Prozess.
Basel begrüßt Neuzuziehende mit einem informativen Film, aktuellen
Sprachkurslisten und einer Beamtenschaft, die besonders für den Umgang
mit dieser Zielgruppe geschult sind.
"okay. zusammen leben"
hat Informations- und Orientierungstexte für NeuzuwandererInnen
("Willkomen in Vorarlberg") verfasst, die in mehrere Sprachen übersetzt
und auf dem Internetportal wie als Broschüre zugänglich gemacht werden.
Das Portal informiert auch jeweils aktuell über die Sprachkursangebote.
Mit "Tierra Madura", der lateinamerikanischen Sozial- und Kulturgruppe,
entwickelte die Projektstelle ein persönliches Begleitsystem für
spanisch-sprachige NeuzuwandererInnen, das als Modellprojekt auch für
andere Gemeinschaften im Land gelten kann.