okay. zusammen leben
Projektstelle für Zuwanderung und Integration
Färbergasse 15/304 . 6850 Dornbirn. Tel. +43 5572 398102 0 . www.okay-line.at




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zuhören-Dokumentation

Zuhören

zuhören. Kulturprojekte mit Jugendlichen zur Frage des Zusammenlebens in einer Gesellschaft mit Differenz

(September 2002 bis Jänner 2005)

Das Programm zuhören steht für Jugendkulturprojekte
- mit Jugendlichen: MigrantInnen wie Einheimischen, Mädchen und Jungs,
- in Dornbirn, Hohenems, Hard und Feldkirch
- in Zusammenarbeit mit der Offenen Jugendarbeit, Betrieben, Sozialvereinen, Gemeinden und Kulturfestivals, sowie
- mit KünstlerInnen aus den Sparten Theater, Film und Neue Medien.

Ausgangspunkt der vielen Projekte war die kritische Feststellung, dass insbesondere Migrantenjugendliche nur dann gesellschaftliche Aufmerksamkeit erfahren, wenn sie zuvor "auffällig" geworden sind. Auch die öffentliche Debatte über diese Jugendlichen ist in erster Linie von Defiziten dominiert. Ziel des Programms war, Räume zu schaffen, in denen diese Jugendlichen Gehör finden, ohne dass sie zuvor auffällig werden mussten; Räume für das Artikulieren von Positionen und das Entwickeln von Haltungen, und Räume, in denen diese Stimmen auch gehört werden können. Geschaffen wurden diese Räume mit den Mitteln von Theater und Video; und wahrnehmen kann und konnte man diese Stimmen im Rahmen von Theateraufführungen, Radiosendungen, Videoproduktionen und einer Studie, die auf Basis einer "dichten Beschreibung" der Prozesse die artikulierten Sichtweisen der Jugendlichen festhält.


"zuhören"-Projekte von "okay.zusammen leben"

Die Projekte versuchten mit Mitteln des Theaters und des Films einen Raum für die "Stimmen" von Jugendlichen (Einheimische und MigrantInnen) und deren Erfahrungen mit Differenz in unserer Gesellschaft zu öffnen, ohne dass diese zuvor "auffällig" werden mussten. Während die Debatte über Jugendliche migrantischer Herkunft im überwiegenden Ausmaß an Defiziten orientiert ist und sie in erster Linie mit Sprachproblemen, schlecht verlaufenden Bildungskarrieren, Arbeitslosigkeit, Delinquenz etc. verbunden werden, hatten die Jugendlichen im Rahmen der Projekte die Möglichkeit, ihren "Stimmen" ungefiltert Gehör zu verschaffen.

Ziel der Projektreihe war, das Kontaktfeld zwischen "Einheimischen" und MigrantInnen aus der Sicht der Beteiligten in den Blick zu rücken. Die Projekte zielten auf eine Erfassung von Erfahrungen und des Problembewusstseins der Beteiligten auf beiden Seiten des Integrationsprozesses, sowie auf eine Stärkung ihrer Konfliktlösungskompetenz. Weiters schufen sie einen Reflexions- und Lernraum für die Begegnungserfahrung. Eine sorgfältige Dokumentation erweiterte diesen Reflexions- und Lernraum über die am konkreten Projekt Teilnehmenden hinaus.

Das Projekt wurde mit Jugendlichen der Offenen Jugendarbeit Dornbirn und Lehrlingen der Firma Collini in Hohenems durchgeführt.

Ein wesentlicher Bestandteil der Prozesse war die begleitende Dokumentation. Der gesamte Prozess wurde medial und schriftlich erfasst. Daraus entstand eine Studie, die den Prozessverlauf kritisch analysierte, vor allem aber auch die inhaltlichen Aussagen der Jugendlichen in Form einer dichten Beschreibung protokollierte. Aus dem gefilmten Material produzierten die Jugendlichen jeweils einen Film, der die gemachten Erfahrungen zusammenfasste und ironisch kommentierte.

Eine genaue Beschreibung findet sich in der Begleitstudie von Rath & Winkler, unter "downloads" als "Dokumentation-zuhören" zu finden.

(Die Liste der Beteiligten finden Sie im "Folder-zuhören" unter den downloads.)


"zuhören"-Projekte anderer Projektträger

Ask – Liebe
Ein theaterpädagogisches Projekt mit Jugendlichen des Vereins Sozialsprengel Hard

Im Rahmen seiner Jugendarbeit realisierte der Verein Sozialsprengel Hard 2003 ein Theaterprojekt mit Jugendlichen, begleitet von Regisseur Augustin Jagg und der Choreographin Brigitte Jagg.

Das gemeinsam erarbeitete Stück über eine Liebesbeziehung zwischen einem "einheimischen" Mädchen und einem türkeistämmigen jungen Mann wurde im Juni/Juli 2003 mehrfach und mit großem Erfolg aufgeführt.

(Die Liste der Beteiligten finden Sie im "Folder-zuhören" unter den downloads.)


MM2- Mädchen Multimedia Migration

Im Rahmen dieser Reihe wurden von März 2004 bis Februar 2005 drei Projekte mit Lehrlingen durchgeführt:

- MM2 Blick- und Hörfenster.
Masal Gibi ... wie im Märchen

In diesem Projekt setzten sich Mädchen mit Migrationsgeschichte mit "Schnittstellen" zwischen Kultur, Kunst und Gesellschaft multimedial auseinander. Bilder und Töne wurden beim Besuch eines Konzertabends im Rahmen des Feldkirch Festivals eingefangen und eine eigene Radiosendung in türkisch-deutsch gestaltet. Das Bildmaterial wurde von den Mädchen bearbeitet und mit Ton zu einem multimedialen "Klangteppich" verarbeitet.

- MM2 Blickfenster. Public Spaces.
Mädchenblicke in der Stadt

Die Projektteilnehmerinnen analysierten ihre individuelle Präsenz im öffentlichen Raum mittels Video. Nach der Sensibilisierung und Technikschulung startete eine Kerngruppe von Mädchen in der Feldkircher Innenstadt und Umgebung. Sie kontaktierten dabei in erster Linie Mädchen mit Migrationsgeschichte. Die angesprochenen Mädchen filmten selbst ihre Lieblingsplätze, sprachen darüber und wurden von den Mädchen des Filmteams medial erfasst.


- MM2 Blickfenster.
Private Spaces ... Lebenswelten. Mädchen mit Migrationsgeschichte in Vorarlberg

In diesem Video beschrieben Mädchen und Frauen mit Migrationsgeschichte ihre Lebenssituation. Direkt kontaktiert wurden Mädchen vor allem aus den Projektgruppen, Mütter, eine Jugendarbeiterin und eine Lehrerin. Ihre Stellungnahmen gewährten Einblick in die Lebenssituation von Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschichte in Vorarlberg. Familiäre Traditionen wurden hier transparent und daraus resultierende Kontakthindernisse von Mädchen mit Migrationsgeschichte wurden
nachvollziehbar.

(Die Liste der Beteiligten finden Sie im "Folder-zuhören" unter den downloads.)


Projektdokumentationen

- Die Begleitdokumentation "zuhören. Ein theaterpädagogisches Projekt mit Jugendlichen zur Frage des Zusammenlebens in einer Gesellschaft mit Differenz" (Rath & Winkler, Juli 2003, 120 Seiten) finden Sie als Download in der Service-Leiste.

- DVDs zu den einzelnen Projekten erhalten Sie bei:

okay. zusammen leben
Projektstelle für Zuwanderung und
Integration
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A-6850 Dornbirn
Tel. +43-5572-398102
Fax. +43-5572-398102-4
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Sas, 03.03.2010
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