Schüler nichtdeutscher Muttersprache im Vorarlberger Bildungssystem
Der Anteil von Kindern nichtdeutscher Muttersprache am Vorarlberger
Bildungssystem ist in den letzten zehn Jahren sowohl im Vorschul- als
auch im Pflichtschulbereich stark gestiegen. Mit der wachsenden Anzahl
von Kindern nichtdeutscher Muttersprache gewinnt diese Zielgruppe und
ihr Abschneiden, wie insbesondere die Diskussion um die Ergebnisse der
PISA-Studie verdeutlicht, sowohl für die Akteure des Bildungssystems
als auch für die Vorarlberger Gesellschaft zunehmend an Bedeutung.
Mit
der endgültigen Aufgabe der Rückkehrorientierung in den 1990er Jahren
und dem damit verbundenen Wandel vom Rotations- zum Bleibemodell hat
sich die Funktion des Bildungssystems für die Integration der
Bevölkerung mit Migrationshintergrund geändert. Bildung ist eine
wichtige Ressource für die kulturelle, soziale und strukturelle
Integra-tion in der Einwanderungsgesellschaft. Das Bildungssystem trägt
wesentlich zum Erlernen der Sprache und anderer wichtiger
Kulturfertigkeiten bei. Es ist ein zentraler Ort für die Akkulturation
und Sozialisation in der Einwanderungsgesellschaft. Eine gute
Ausbildung verbessert die Chancen am Arbeitsmarkt und erweitert den
Zugang zu den Ressourcen der Mehrheitsgesellschaft. Der Zugang zu
diesen Ressourcen ist eine Grundvoraussetzung für die Partizipation der
zugewanderten Bevölkerung an der Mehrheitsgesellschaft und damit auch
für das Einbringen ihrer Potentiale und Ressourcen. Das Abschneiden von
Kindern mit Migrationshintergrund im Bildungssystem ist deshalb für die
Zukunft der Vorarlberger Gesellschaft von großer Bedeutung.
Der komplette Text mit Detailinformationen und statisitschen Zahlen zur aktuellen Situation steht als PDF-Datei in der rechten Spalte –> zum Download zur Verfügung.
Simon Burtscher, okay. zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration
(Tel.: 05572-398102-5; E-Mail: simon.burtscher@okay-line.at)