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Demographische Entwicklung Vorarlbergs

Bevölkerungsentwicklung Vorarlbergs nach Altersgruppen 1985-2075

Bevölkerungsentwicklung Vorarlbergs nach Altersgruppen 1985-2075

Die Kapitel zu diesem Thema stehen in der rechten Spalte gesammelt als PDF-Datei zum Download zur Verfügung –>.

Die Bevölkerungsentwicklung Vorarlbergs wird in den nächsten Jahrzehnten bis 2050 von zwei Trends geprägt: Einerseits wird die Einwohnerzahl auf 400.000 Personen anwachsen, andererseits wird die Bevölkerung insgesamt altern.

Die Bevölkerung Vorarlbergs (1) wird, wie die folgende Grafik veranschaulicht, in den nächsten Jahrzehnten bis 2050 konstant wachsen und im Jahr 2047 mit 402.000 Einwohnern den Höchststand erreichen. Das entspricht einem Zuwachs von 11% gegenüber 2005 (362.000). Damit wird das Wachstum in Vorarlberg neben Wien und Niederösterreich über dem Bundesdurchschnitt liegen und insgesamt das drittgrößte sein.

Geburten- und Wanderungsbilanz
Hauptfaktoren des Bevölkerungswachstums sind die Geburtenbilanz (Anzahl der Geburten, weniger Sterbefälle) und die Wanderungsbilanz (Zu- minus Abwanderung). Laut der Hochrechung der Statistik Austria (Hauptvariante) kann in Österreich in den nächsten 20 Jahren noch von einer ausgeglichenen Geburtenbilanz ausgegangen werden. Ab 2030 wird aber die Zahl der Sterbefälle die Geburtenzahlen übersteigen, während die Wanderungsbilanz auf einem positiven Niveau konstant bleibt. Die natürliche Bevölkerungsbewegung wird somit nicht mehr zu einem Bevölkerungswachstum beitragen. Entscheidend für das Bevölkerungswachstum ist dann die Wanderungsbilanz.

In Vorarlberg wird sich diese Entwicklung zeitlich verzögert vollziehen. Sowohl die Geburten- als auch die Wanderungsbilanz werden zwar kontinuierlich sinken, aber bis 2030 positiv bleiben. Die Wanderungsbilanz wird sich auch in Vorarlberg stärker auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken als die Geburtenbilanz und somit stärker zum Bevölkerungswachstum beitragen. Ab 2030 werden sowohl die Geburten- als auch die Wanderungsbilanz weiter abnehmen und bis 2050 negative Werte erreichen. Der Rückgang bei der Geburtenbilanz wird stärker sein als bei der Wanderungsbilanz.

Demografischer Wandel: Bevölkerung Vorarlbergs wird älter
Ab 2050 wird das Bevölkerungswachstum stagnieren bzw. leicht abnehmen. Gleichzeitig wird die Bevölkerung Vorarlbergs, wie die obere Grafik zeigt, in dieser Zeit stark altern. Während die absoluten Zahlen der 0 bis 14-jährigen Bevölkerung seit 1995 kontinuierlich sinken, steigt die Zahl der 60-jährigen und älteren seit 1985 konstant an und erreicht 2050 ihren Höhepunkt. Die Gruppe der 15 bis 59-jährigen wächst zunächst noch bis 2015, verringert sich dann aber. Im bundesweiten Vergleich wird für die Gruppe der über 60-jährigen Bevölkerung für Vorarlberg im Zeitraum 2005 bis 2050 der größte Zuwachs erwartet. Während die Gruppe der unter 15-jährigen von rund 67.000 im Jahr 2005 auf rund 57.000 im Jahr 2050 um 10.000 Personen bzw. 17,5% sinkt, steigt die Zahl der über 60-jährigen von rund 67.000 im Jahr 2005 auf rund 132.000 im Jahr 2050. Die Gruppe wächst somit um 65.000 Personen bzw. 96%, was annäherungsweise einer Verdoppelung entspricht.

Die nebenan (rechte Spalte) zur Verfügung stehende Grafik unterstreicht diesen demografischen Wandel. Während die unter 15-jährigen 2005 noch 18,5% der Vorarlberger Bevölkerung stellten, werden sie 2050 nur noch 14 Prozent repräsentieren. Umgekehrt wird sich der Anteil der Gruppe der über 60-jährigen von derzeit 18,6% auf 33% im Jahr 2050 erhöhen. Auch der Anteil der 15 bis 59-jährigen wird sich in diesem Zeitraum von derzeit 63% auf 53% merklich verringern. Die Bevölkerung Vorarlbergs wird also einerseits weiterhin wachsen, andererseits aber auch stark altern.

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(1) Die folgenden Ausführungen basieren auf der Hauptvariante der Bevölkerungsprognose der Statistik Austria, wie sie auch im Demografischen Jahrbuch 2005 veröffentlicht wurden. Die Hauptvariante geht von einer mittleren Fertilität, Lebenserwartung und Zuwanderung aus.

Quelle der Grafiken: Statistik Austria, Demografisches Jahrbuch 2005

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Sas, 02.03.2010
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