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Die Entwicklung der Gesamtfertilitätsraten (durchschnittliche Kinderzahl pro Frau) in den letzten 20 Jahren ist sowohl in Österreich als auch in Vorarlberg geringfügig rückläufig, aber insgesamt auf niedrigem Niveau relativ stabil. Beim Vergleich der Fertilitätsraten nach Staatsbürgerschaft zwischen österreichischen und nichtösterreichischen Müttern in Vorarlberg zeigt sich allerdings, dass die Fertilitätsrate der ausländischen Frauen nach wie vor höher ist. Im Vergleich der Zuwanderergruppen lassen sich große Unterschiede feststellen. Während die Fertilitätsrate der ex-jugoslawischen Frauen nur geringfügig höher ist als die der österreichischen, hat sich die der türkischen Frauen zwar stark angenähert, bleibt aber insgesamt deutlich höher. Ähnliche Ergebnisse gelten für den österreichweiten Vergleich.
Im österreichischen Vergleich ist Vorarlberg das Bundesland mit der höchsten Fertilität
[1]. Trotzdem hat sich die Gesamtfertilitätsrate, wie die folgende Grafik zeigt, auch in Vorarlberg geringfügig von 1,8 Kindern pro Frau im Jahr 1984 auf 1,6 im Jahr 2010 verringert. Die Gesamtfertilitätsrate ist also relativ stabil, tendenziell aber eher sinkend.
Im Vergleich hat sich die Fertilitätsrate der ausländischen Staatsbürgerinnen in den letzten 25 Jahren tendenziell an die der Österreicherinnen angenähert. Der Unterschied war 1984 noch deutlich höher als 2010. Sie lag 2010 aber mit 2,1 Kindern pro ausländischer Frau im Vergleich zu 1,4 Kindern pro österreichischer Frau immer noch deutlich höher. Am stärksten angeglichen hat sich die Fertilitätsrate der türkischen Staatsbürgerinnen. Sie ist von 4,4 Kindern pro Frau im Jahr 1984 auf 2,6 im Jahr 2010 gesunken. Die Fertilitätsrate der Frauen aus dem ehemaligen Jugoslawien schwankt wesentlich weniger stark und ist auch nur geringfügig höher als die der Österreicherinnen. So lag die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei den Ex-Jugoslawinnen 2010 bei 1,9.
Quelle: Statistik Austria
Im österreichweiten Vergleich ergibt sich, wie die folgende Grafik verdeutlicht, insgesamt ein ähnliches Bild. Auch hier ist die Gesamtfertilitätsrate zwischen 1984 und 2010 von 1,5 auf 1,4 nur geringfügig gesunken. Sie liegt also seit 25 Jahren relativ konstant in einem sehr niedrigen Bereich. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau ist bei den Österreicherinnen von 1,5 Kindern im Jahr 1984 auf 1,3 im Jahr 2010 zurückgegangen. Auch die durchschnittliche Kinderzahl der nichtösterreichischen Staatsbürgerinnen hat von 1984 (2,2) bis 2010 (2,0) nur geringfügig abgenommen. Am stärksten ist auch hier der Rückgang bei den türkischen Staatsbürgerinnen. Während ihre Fertilitätsrate 1984 noch bei 3,9 Kindern lag, ist sie bis 2010 auf 2,7 Kinder gesunken. Sie liegt damit aber immer noch deutlich höher, als bei den anderen Gruppen. Die Fertilitätsrate der ex-jugoslawischen Staatsbürgerinnen liegt mit geringfügigen Schwankungen von 1984 bis 2010 relativ konstant bei 2 Kindern pro Frau.

Quelle: Statistik Austria
[1]vgl. Statistik Austria, Demographische Indikatoren online unter: