okay. zusammen leben
Projektstelle für Zuwanderung und Integration
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Einbürgerungen

 
Quellen: Statistik Austria, Eigene Berechnungen
 

Vorarlberg verfügte bis Ende der 80er Jahre im österreichischen Vergleich über eine niedrige Einbürgerungsrate. Speziell die beiden größten Zuwanderungsgruppen, die TürkInnen und die JugoslawInnen, waren bei den Einbürgerungen unterrepräsentiert. In den 1990er Jahren stiegen aber die Einbürgerungen in beiden Zuwanderungsgruppen stark an. Dies kann als ein Indiz für den Wandel Vorarlbergs zum Einwanderungsland gesehen werden.Seit 2005 nehmen die Einbürgerungen konstant ab, eine Tendenz die auch für Gesamtösterreich und die anderen Bundesländern zu beobachten ist.

Die Einbürgerungszahlen von 1995-2009 zeigen, dass die Einbürgerungen in den letzten zehn Jahren zuerst stark zunahmen. 2002 erreichten sie mit fast 3000 den bisherigen Höhepunkt. Seit 2005 gehen die Einbürgerungen jedoch konstant zurück. Im Jahr 2009 erlangten 425 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft. Das macht im Unterschied zu den 680 Einbürgerungen des Vorjahres 2008 einen Rückgang von 37,5% aus. Österreichweit beträgt der Rückgang an Einwanderungen gegenüber dem Vorjahr 22%.
 
Die MigrantInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien [1] und der Türkei, erwerben noch immer den überwiegenden Teil der Staatsbürgerschaften. Im Vergleich der beiden Gruppen weisen die türkischen StaatsbürgerInnen bis etwa zum Jahr 2005 wesentlich höhere Einbürgerungszahlen auf. So ließen sich von 1995 bis 2005 4.981 Bürger aus dem ehemaligen Jugoslawien und 12.694 ehemalige türkische Staatsbürger einbürgern. Die Bürger Ex-Jugoslawiens erhielten in diesen 11 Jahren insgesamt 25,9%, die türkischen Staatsbürger 65,9% aller Einbürgerungen (Gesamt 19.273).
Seit 2005 gleichen sich die Einbürgerungszahlen für die beiden Gruppen sukzessive an. 2007 wurden mit 58,4% der Gesamteinbürgerungen erstmals mehr MigrantInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien (607) als türkische MigrantInnen (347 bzw. 33,4%) eingebürgert. Diese Tendenz setzt sich in den Jahren 2008 und 2009 fort. 
 


[1]Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden die Staatsbürger aus dem ehemaligen Jugoslawien zusammengefasst. Diese Gruppe enthält Staatsbürger aus Bosnien/Herzegowina, der Bundesrepublik Jugoslawien, Kroatien und Slowenien.
 
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Sas, 02.03.2010