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Entwicklung Vorarlbergs zum Einwanderungsland

Wanderungsbewegungen: Entwicklung der Zuwanderung zwischen 1995 und 2005

Wanderungsbewegungen

Die einzelnen Kapitel zu diesem Thema stehen in der rechten Spalte gesammelt als PDF-Datei zum Download zur Verfügung –>.

Die Wanderungszahlen der Jahre 1996 bis 2004 lassen einige wichtige Trends der neueren Zuwanderung in Vorarlberg erkennen. Das Wanderungssaldo hat sich, nachdem es 1996 und 1997 negativ war, seit 1998 wieder positiv entwickelt. Der Höchstwert wurde 2003 mit einem plus von 1.567 Personen erreicht. Die Bevölkerungsentwicklung Vorarlbergs durch Zuwanderung ist folglich weiterhin positiv.

Vergleicht man die Wanderungszahlen nach ausgewählten Herkunftsregionen, so zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen. Konstant negativ war in diesem Zeitraum das Wanderungssaldo der österreichischen Staatsbürger. In den letzten 10 Jahren sind jährlich mehr Österreicher aus Vorarlberg weggezogen, als zugezogen sind. In Summe sind von 1996 bis 2004 9.158 österreichische Staatsbürger zu-, und 14.121 weggezogen. Das negative Wanderungssaldo beträgt also insgesamt 4.963 Personen.

Wanderungssaldo der MigrantInnen aus dem ehemaligen Jugoslawien
Das Wanderungssaldo der Bevölkerungsgruppe aus dem ehemaligen Jugoslawien schwankte von 1996 bis 2004 zwischen leicht positiv und leicht negativ, war aber tendenziell negativ. In den Jahren 1996 bis 1998 war das Wanderungssaldo negativ, 1999 und 2000 leicht positiv und 2001 wiederum leicht negativ. Von 2002 bis 2004 war das Wanderungssaldo leicht positiv. Insgesamt sind von 1996 bis 2004 6.907 Personen zu- und 7.362 Personen weggezogen. Das Wanderungssaldo der Gruppe aus dem ehemaligen Jugoslawien ist somit ebenfalls negativ, es ziehen mehr Personen weg als zuziehen.

Wanderungssaldo der MigrantInnen aus der Türkei
Im Zeitraum von 1996 bis 2004 sind 8.414 türkische Staatsbürger zu- und 6.235 weggezogen. Das Bevölkerungssaldo der türkischen Bürger ist mit 2.179 Personen positiv. In den Jahren 1996 und 1997 war die Entwicklung zwar leicht negativ und 1998 lediglich ausgeglichen, seit 1999 ist sie aber wieder konstant positiv. Der Zuzug aus der Türkei ist somit insgesamt nach wie vor stärker als der Wegzug.

Wanderungssaldo der MigrantInnen aus den EU-Staaten
Im Vergleich zwischen den verschiedenen Zuwanderungsgruppen lässt sich ein konstant hoher und tendenziell steigender Zuzug von Staatsangehörigen der restlichen EU-15 Staaten in den letzten 10 Jahren feststellen. Der größte Teil entfällt hier auf deutsche Staatsbürger, deren Zuzug aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands speziell in den letzten Jahren stark war. Von 1996 bis 2004 sind insgesamt 11.275 Personen aus einem anderen EU15-Staat zugewandert und 6.962 weggezogen, was einem positiven Wanderungssaldo von 4.313 Personen entspricht. Auch der Anteil der aus anderen Staaten Zuwandernden ist in diesem Zeitraum relativ hoch und tendenziell steigend. Insgesamt sind 9.243 Personen aus diesen Staaten zu und 5.745 abgewandert. Das Wanderungssaldo für die Jahre 1996 bis 2004 beträgt somit 3.498 Personen.

Im historischen Vergleich zeigt sich damit, dass sich die Quellen der Zuwanderung in den letzten 10 Jahren, bedingt durch den EU-Beitritt und das wirtschaftliche Zusammenwachsen Europas, gewandelt haben. Während in den Anfängen der Gastarbeiterzuwanderung vor allem Personen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei zugewandert sind, hat in den letzten Jahren der Zuzug aus anderen EU-Staaten, im speziellen Deutschland, und den restlichen Staaten stark zugenommen.

Quelle: Statistik Austria; eigene Berechnungen

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Sas, 02.03.2010
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