okay. zusammen leben
Projektstelle für Zuwanderung und Integration
Färbergasse 15/304 . 6850 Dornbirn. Tel. +43 5572 398102 0 . www.okay-line.at




Österreich: Studie "The Integration of the European Second-generations" (TIES)
Österreich: Neue Studie zur Intergration der 2 . Generation
Österreich: Studie zum Thema "Zwangsheirat" in Wien
Österreich: Migration und die Pflege alter Menschen.
Liechtenstein: Beiträge zu Migration und Integration in Liechtenstein
Schweiz: Studie über Argumentationsmuster zur Integration im Alltag in St. Gallen
Schweiz: Studie "Mitreden und Mitgestalten. Strukturelle Partizipation in den Kantonen"
Schweiz: Arbeitspapier "Deutschkompetenzen der Zürcher Bevölkerung"
Deutschland: Religionsmonitoring 2008 und Teilstudie Muslimische Religiosität in Deutschland
Deutschland: Migrationshintergrund, Minderheitenzugehörigkeit und Bildungserfolg
Deutschland: Studie "Muslime in Deutschland"
Deutschland: Evaluation der Integrationskurse nach dem Zuwanderungsgesetz
Deutschland: Expertise zu Integration und beruflicher Ausbildung am deutschen Arbeitsmarkt
Deutschland: Studie zum volkswirtschaftlichen Nutzen von frühkindlicher Bildung
Deutschland: Umfangreiche Studie "Zwangsverheiratung in Deutschland"
Europa: Enzyklopädie "Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart"
Niederlande: Integration – Zweite Generation: Second Generation in Europa. TIES Studie
Europa: Studie "Diskriminierung in der Europäischen Union"
Europa: Muslims in the European Union. Discrimination and Islamophobia.
Global: How Westeners and Muslims view each other
Internationale Übersicht: Sprache als Schlüssel der Integration von ZuwandererInnen


Deutschland: Migrationshintergrund, Minderheitenzugehörigkeit und Bildungserfolg

Forschungsergebnisse der pädagogischen Entwicklungs- und Sozialpsychologie.
Janet Ward Schofield, AKI-Forschungsbilanz 5, Wissenschaftszentrum Berlin, 2006: www.aki.wz-berlin.de

Dass Kinder und Jugendliche aus Einwandererfamilien schlechtere Bildungschancen haben, ist mittlerweile allgemein bekannt. Ebenso breit anerkannt ist die zentrale Bedeutung deutscher Sprachkompetenzen für Bildungs- und Arbeitsmarktchancen. Alleine auf den Spracherwerb aber sollten sich weder Ursachenanalyse noch Interventionsprogramme verlassen. Die 5. AKI-Forschungsbilanz fasst relevante Studien zu weiteren Faktoren, die Bildungschancen beeinflussen, zusammen. Sie konzentriert sich dabei auf 3 wichtige Faktoren, denen Einfluss auf das Bildungsverhalten von Kindern mit Migrationshintergrund nachgewiesen werden konnte:

1) "Negative Stereotypen" (stereotype threat), welche die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe mit geringen intellektuellen Fähigkeiten in Verbindung bringen, können die schulischen Leistungen und die Schulkarrieren von SchülerInnen, die einen Migrationshintergrund haben, sowohl kurz- als auch langfristig erheblich beeinträchtigen.

2) "Erwartungseffekte" (Lehrererwartungen) können schulische Leistungen markant beeinflussen. Kinder aus unteren sozialen Schichten und aus eingewanderten Familien oder ethnischen Minderheiten wie auch jüngere SchülerInnen scheinen besonders sensibel für Lehrererwartungen zu sein.

3) "Leistungsdifferenzierung mit unterschiedlichen Lehrplänen" beeinträchtigt die Entwicklung leistungsschwächerer SchülerInnen.

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Sas, 03.03.2010