Europa: Studie "Diskriminierung in der Europäischen Union"
Im Januar 2007 erschien die jüngste Eurobarometer-Umfrage zur Frage der
"Diskriminierung in der Europäischen Union" (Spezial-Eurobarometer
263). Befragt wurden rund 391.000 Menschen über 15 Jahren in allen
Ländern der Europäischen Union (inklusive Bulgarien und Rumänien)
zwischen Juni und Juli 2006. Gefragt wurde nach den sechs in der EU
gesetzlich verbotenen Formen von Diskriminierung: nämlich
Diskriminierung aus Gründen des Geschlechts, der ethnischen Herkunft,
der Religion oder Weltanschauung, des Alters, einer Behinderung oder
der sexuellen Orientierung.
Die Zusammenfassung umfasst 27
Seiten sowie die technischen Hinweise zur Befragung inkl. des
Fragenkatalogs. Details aus den Schlussfolgerungen: Ein großer Teil der
Europäer ist der Meinung, dass Diskriminierung in ihrem Land verbreitet
ist (Abweichungen je nach Mitgliedsland sehr stark). Diskriminierung
aufgrund der ethnischen Herkunft wird als am weitesten verbreitet
angesehen. Unter den EU-Bürgern besteht breite Zustimmung zur Umsetzung
von Maßnahmen, die Chancengleichheit im Bereich Beschäftigung für
jedermann herstellen. Im Durchschnitt denken 51% der Europäer, dass in
ihrem Land nicht genügend Anstrengungen unternommen werden,
Diskriminierung zu bekämpfen (Abweichungen nach Mitgliedsländern sehr
stark). Eine große Mehrheit der EU-Bürger ist bereit, persönliche
Informationen über ihre ethnische Herkunft, Religion, gesundheitliche
Situation oder sexuelle Orientierung auf anonymer Basis bei einer
Befragung mitzuteilen, um ihre Diskriminierung zu bekämpfen.
Download der Zusammenfassung: www.ec.europa.eu/public_opinion/archives/ebs/ebs_263_de.pdf