Simon Burtscher: Zuwandern_aufsteigen_dazugehören
Etablierungsprozesse von Eingewanderten.
In seinem Buch behandelt Simon Burtscher, Mitarbeiter von "okay. zusammen leben" eine Kernfrage der Integrationsforschung an einem exemplarischen Fall: Das österreichische Bundesland Vorarlberg gilt seit Jahrzehnten als Einwanderungsland. Am Beispiel dieses Bundeslandes untersucht er in seiner Studie, ob und wie sich Personen mit Migrationshintergrund in der Mehrheitsgesellschaft etablieren. Die Analyse zeigt, dass Akkulturation, Anpassung und sozialer Aufstieg der Zugewanderten nicht automatisch zu Zugehörigkeit zur Mehrheitsgesellschaft führen.
Der Autor arbeitet mit dem Etablierten-Außenseiter-Modell, das Norbert Elias und John L. Scotson in den 1960er Jahren entwickelt haben. Das Modell ist von allgemeiner Bedeutung, weil sich aus seiner Perspektive der Blick nicht nur auf die Zugewanderten richtet. Berücksichtigt werden auch die Verflechtungen zu den Einheimischen und der Wandel der Machtverhältnisse zwischen Zugewanderten und Einheimischen. Damit lässt die Arbeit das Denken in der traditionellen Dichotomie zwischen Integration und Assimilation hinter sich und eröffnet eine alternative theoretische Perspektive zu Fragen der Migration.
Eine von August Gächter verfasste Rezension zum Buch, die in der Zeitschrift Kultur (März 2009) erschienen ist, finden Sie als Download im Servicebereich –>.

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich:
Simon Burtscher: Zuwandern_aufsteigen_dazugehören. Etablierungsprozesse von Eingewanderten. Reihe: transblick, Band 4, Innsbruck-Wien-Bozen 2009, Studien Verlag, ISBN 978-3-7065-4632-4.