Vorarlbergs Integrationsarbeit in der Fachliteratur (laufend)
Stefan Fischnaller/Eva Grabherr: Elternbildung für den frühen Spracherwerb,
in „Die österreichische Volkshochschule“, Nr. 239/2011, S. 28-30.
Simon Burtscher: Zuwandern_aufsteigen_dazugehören. Etablierungsprozesse von Eingewanderten. Reihe: transblick, Band 4, Innsbruck-Wien-Bozen 2009, Studien Verlag, ISBN 978-3-7065-4632-4.
In seinem Buch behandelt Simon Burtscher, Mitarbeiter von "okay. zusammen leben" eine Kernfrage der Integrationsforschung an einem exemplarischen Fall: Das österreichische Bundesland Vorarlberg gilt seit Jahrzehnten als Einwanderungsland. Am Beispiel dieses Bundeslandes untersucht er in seiner Studie, ob und wie sich Personen mit Migrationshintergrund in der Mehrheitsgesellschaft etablieren. Die Analyse zeigt, dass Akkulturation, Anpassung und sozialer Aufstieg der Zugewanderten nicht automatisch zu Zugehörigkeit zur Mehrheitsgesellschaft führen.
Der Autor arbeitet mit dem Etablierten-Außenseiter-Modell, das Norbert Elias und John L. Scotson in den 1960er Jahren entwickelt haben. Das Modell ist von allgemeiner Bedeutung, weil sich aus seiner Perspektive der Blick nicht nur auf die Zugewanderten richtet. Berücksichtigt werden auch die Verflechtungen zu den Einheimischen und der Wandel der Machtverhältnisse zwischen Zugewanderten und Einheimischen. Damit lässt die Arbeit das Denken in der traditionellen Dichotomie zwischen Integration und Assimilation hinter sich und eröffnet eine alternative theoretische Perspektive zu Fragen der Migration.
Eine von August Gächter verfasste Rezension zum Buch, die in der Zeitschrift Kultur (März 2009) erschienen ist, finden Sie als Download im linken Servicebereich.
Simon Burtscher: Warum Käsknöpfle mit türkischem Mokka ned "ghorig" sind – zur Bedeutung unsichtbarer Zugehörigkeitsgrenzen für AußenseiterInnen migrantischer Herkunft.
In: Diskurs. Das Jugend-Fachmagazin. 09/2009, 4-6.
Integrationspolitische Strategien und Praktiken in österreichischen Kommunen. Untersucht am Beispiel der Städte Linz und Dornbirn. Diplomarbeit von Marika Gruber, eingereicht an der Fachhochschule Kärnten, Studiengang Public Management, August 2007.
Vortrag/Ein Friedhofsprojekt als integrationspolitisches Lernfenster für eine Region (2007)
Vortragstitel: Das Sichtbarwerden des Islam in den europäischen Regionen Ein Friedhofsprojekt als integrationspolitisches "Lernfenster" für eine Region.
Der Vortrag wurde gehalten von Dr. Eva Grabherr, okay. zusammen leben, auf der NECE-Conference "Rethinking Citizenship Education in European Migration Society" im April 2007 in Lissabon/Portugal im Rahmen des Workshops 4: "Religious Identities and Citizenship".
Der Vortrag seht in deutscher und englischer Fassung nebenan als Download zur Verfügung.
okay. zusammen leben: Ein Wissens- und Kompetenzort für Migrations- und Integrationsfragen in Vorarlberg,
in: Integration im Fokus, 1/2007, 30-31.
("Integration im Fokus" ist die österreichweite Zeitschrift des Österreichischen Integrationsfonds.)
Eine Begräbnisstätte für Muslime und Musliminnen in Vorarlberg,
in: Interkommunale Kooperation. Zwischen Tradition und Aufbruch, hg. von P. Biwak, H. Hack und K. Wirth, (= Öffentliches Management und Finanzwirtschaft 3, hg. von KDZ-Zentrum für Verwaltungsforschung), Wien-Graz: Neuer wissenschaftlicher Verlag, 2006, 194 f.
Alexandra Weiss, Horst Schreiber, Monika Jarosch, Lisa Gensluckner, Gaismair-Jahrbuch 2007. Zu wahr, um schön zu sein. Studienverlag Innsbruck 2006, 296 Seiten, ISBN 3-7065-4363-X
Im Gaismair-Jahrbuch 2007 befasst sich ein Schwerpunkt zum Thema "Migration und Asyl" auch mit der Situation in Vorarlberg. So setzt sich etwa Eva Grabherr mit Vorarlberg als Einwanderungsland auseinander und beschreibt einen Paradigmenwechsel mit dem Titel "Von der Ausländerpolitik zur Integrationspolitik – vom Gastarbeiter- zum Bleibemodell". Neben einem europäischen Vergleich zeichnet sie die Veränderung politischer Konzepte vor dem Hintergrund sich wandelnder arbeitsmarktpolitischer und demographischer Erfordernisse nach. Ausführlich stellt sie die integrationspolitischen Entwicklungen in Vorarlberg dar, das heute – nach Wien – den zweithöchsten Anteil an EinwanderInnen in Österreich aufweist.
Ein Beispiel der Integrationsarbeit Vorarlbergs der letzten Jahre ist das im Jahr 2002 von der Stadt Dornbirn beschlossene Integrationsleitbild. Dieses Beispiel stellt Gabi Sprickler-Falschlunger in ihrem Beitrag über die "Integration von MigrantInnen auf kommunaler Ebene" vor. Serpil Polat erzählt von ihrer Arbeit als Dolmetscherin bei Gericht, bei einem "Verhör", so auch der Titel ihres Beitrags.
Die Jahrbücher der Michael-Gaismair-Gesellschaft erscheinen seit Herbst 2000 rechtzeitig zum Jahresrückblick. In Anlehnung an die Tradition der Gaismair-Kalender werden kontroverse und gesellschaftskritische Themen aufgegriffen. Einerseits wird der Blick auf die politischen Verhältnisse in Tirol und Vorarlberg, andererseits aber auch auf internationale Trends wie die Veränderung von Arbeits- und Lebensverhältnissen vor dem Hintergrund der Globalisierung oder die Auseinandersetzungen um Migration und Integration in Einwanderungsgesellschaften gerichtet.
Infos und Kontakt:
StudienVerlag Innsbruck, Telefon: +43 512 395045, E-Mail: order@studienverlag.at www.studienverlag.at/
"Integrationspraktiken in Österreich. Eine Landkarte über Integrationspraktiken von Bund, Ländern und Sozialpartnern", hg. von Bundesministerium für Inneres und Internationale Organisation für Migration (IOM), Wien 2005.
Dieser Bericht ist der Versuch einer Bestandsaufnahme, welche Maßnahmen zur Integration von MigrantInnen in Österreich von Bund, Ländern und Sozialpartnern durchgeführt werden. Er entstand im Rahmen der von der Europäischen Union ausgehenden Bemühungen, die Integrationspraxis ihrer Mitgliedsländer und deren Erfahrungen zu erfassen – im Hinblick auf die Erarbeitung von Empfehlungen für die Integration von ZuwandererInnen in der EU.
Die herausgebenden Institutionen, Bundesministerium für Inneres und IOM, nehmen die Aufgaben der "Nationalen Kontaktpunkte" der EU für die Fragen von Migration und Integration in Österreich wahr.
Die Beschreibung der Integrationspraxis in Vorarlberg, verfasst von "okay. zusammen leben", findet sich auf den Seiten 92 bis 101.
siehe –> Download: Integrationspraxis IOM.pdf
"Current Immigration Debates in Europe: A Publication of the European Migration Dialogue: Austria" (Wien-Brüssel, September 2005)
Die Europäische Kommission hat in den letzten Jahren ein europäisches Forschungsnetzwerk für Migrations- und Integrationsfragen aufgebaut. Regelmäßig erscheinen Länderberichte zur Migrations- und Integrationspolitik der europäischen Mitgliedsstaaten.
Im September 2005 erschien ein weiterer aktueller Bericht über Österreichs Migrations- und Integrationspolitik, verfasst von Karin König und Bernhard Perchinig von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Darin weitet sich erstmals der Blick von der in Wien praktizierten Integrationsarbeit auf die Aktivitäten in den österreichischen Bundesländern. Im Kapitel "Integration Debates at the Provincial Level" wird ausführlich auf die Einrichtung der Stelle "okay. zusammen leben" in Vorarlberg und das Dornbirner Integrationsleitbild eingegangen.
siehe –> Download: Current Immigration Debates.pdf
Beschreibung der Integrationsarbeit der Stadt Dornbirn in "Dimensions of Integration: Migrant Youth in Central European Countries", hg. von Internationale Organisation für Migration (IOM), Wien 2005, 35-40.
–>Download: Publication-Dimension-Integration.pdf
Berichte über die Integrationsarbeit in Vorarlberg in: Dossier. Nachrichten und Stellungnahmen der Katholischen Sozialakademie Österreichs, 04/2005, 18-23.