Literatur & Gute Praxis Integrationspolitik und Integrationsmanagement auf kommunaler Ebene
"Erfolgreiche Integration ist kein Zufall." Neue Literatur zu Integrationspolitik und Integrationsmanagement auf kommunaler Ebene aus Deutschland
Unter dem Titel "Erfolgreiche Integration ist kein Zufall. Strategien kommunaler Integrationspolitik" hat die Bertelsmann-Stiftung in Deutschland im Dezember 2005 ein neues sehr lesenswertes Handbuch zur Gestaltung kommunaler Integrationspolitik heraus gegeben. Es basiert auf den Ergebnissen eines bundesweiten Wettbewerbs der Stiftung und des Bundesministeriums für Inneres, an dem sich 107 kleine, mittlere und große Kommunen in Deutschland beteiligt haben.
Wo stehen die Kommunen heute in der Integrationspraxis? Welche Strategien verfolgen sie? Und welche Erfolge können sie mittlerweile verzeichnen? – waren die Fragen, denen der Wettbewerb gemeinsam mit den sich beteiligenden Kommunen und geleitet von einem namhaften Expertenstab nachging. Das Handbuch beschreibt Handlungsfelder kommunaler Integrationsarbeit, gibt gut aufbereitete Beispiele aus der Praxis und fasst die Ergebnisse in zehn Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche kommunale Integrationspolitik zusammen.
Information und Bestellung:
Bertelsmann Stiftung/Claudia Walter, Tel. +49-5241 81-81360, www.bertelsmann-stiftung.de
35 Best Practice Beispiele zur Integration von Zuwanderern in Kommunen aus diesem Wettbewerb stehen Ihnen auf der folgenden Website zur Verfügung:
demographiekonkret.aktion2050.de/Integrationspolitik.119.0.html
Strukturiert sind die Beispiele nach:
Strategie und Steuerung
Interkulturelle Öffnung der Verwaltung
Dialog, Beteiligung und Kommunikation
Sprache, Kinder, Jugend
Wirtschaft, Arbeit, Soziales
Stadtteilarbeit
Stärker an Fragen der Steuerung und Organisation orientiert sind die Materialienbände der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung in Köln.
"Management kommunaler Integrationspolitik. Strategie und Organisation"
(Bericht 7/2005)
Seine Themen:
Integrationsmanagment: Begriffe und Konzeption
Integration als Stadtziel: Politische Gestaltungsansätze
Erfolgsfaktoren von Integrationsmanagement
Organisation des Integrationsmanagements
Controlling: Berichtwesen und Evaluation
Handlungsfelder und –ansätze etc.
"Integrationsmonitoring"
(Bericht 2/2006)
Seine Themen:
Methodische Fragestellungen
Die Indikatoren/Kennzahlen und ihre Definition
Grundzahlen
Umsetzung des Integrationsmonitorings
Gutachtliches Verfahren
Information und Bestellung:
Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung, Tel. +49-221-37689-0, Fax +49221/ 3 76 89-59, E-mail: kgst@kgst.de, www.kgst.de
Eine Sammlung "Guter Praxis"-Beispiele, Ergebnisse von Studien und diversen Forschungsarbeiten zum Thema "Zuwanderer auf dem Land " bietet auch die homepage der renommierten "Schader Stiftung" (Darmstadt).
www.schader-stiftung.de/wohn_wandel/861.php
Themenliste homepage:
Terra incognita in Forschung und Politik
Historische Formen der Migration auf dem Land
Neue Formen der Zuwanderung auf dem Land
Good Practices im ländlichen Raum
Vorbild 1: Landkreis Hersfeld-Rotenburg
Vorbild 2: Gemeinde Belm
Literatursammlung "Zuwanderung auf dem Land"
Bericht zum download:
Sozialräumliche Integration von Zuwanderern. best-practice-Projekte. Werkstattbericht der Schader-Stiftung
(Autorin: Brigitte Petendra, Januar 2005)
Zum Inhalt:
Der sozialräumlichen Integration von Zuwanderern wird in Zukunft mehr Bedeutung zukommen, nachdem die "Integrationsmaschine Arbeitsmarkt" zunehmend versagt. Vor allem Ausländer gehören in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit zu den Verlierern auf dem Arbeitsmarkt, daher müssen alternative Wege der Integration eingeschlagen werden. Dass dies bereits getan wird, zeigen Projekte zur sozialen Stadtteilentwicklung, die häufig umfangreiche Maßnahmen zur Integration von Migranten in ihrem Programm haben.
Wie diese sozialräumliche Integration Erfolg versprechend gestaltet werden kann, wird in dieser Arbeit untersucht und dargestellt. Aus 136 analysierten Projekten wurden anhand von zuvor festgelegten Bewertungskriterien diejenigen ausgewählt, die als gutes Beispiel für die Planung zukünftiger Projekte und Maßnahmen dienen können. Aus diesen best practices wiederum lassen sich unterschiedliche Faktoren ermitteln, die hinderlich oder förderlich für die Integration von Zuwanderern im Sozialraum sein können.
Die deutsche Schader-Stiftung hat ein weiteres interessantes Forschungs-Praxis-Projekt zur Frage der Integration in Kommunen durchgeführt: Das Projekt Integrationspotentiale in kleinen Städten und Landkreisen.
Im Rahmen dieses Forschungs-Praxis-Projektes wurden zum ersten Mal bundesweit vergleichend die Integrationsbedingungen von Migrantinnen und Migranten in Kleinstädten und kleinen Mittelstädtenländlicher Regionen näher untersucht. Das über drei Jahre laufende Projekt schließt damit eine Forschungslücke, denn bislang standen großstädtische Agglomerationsräume im Mittelpunkt der Integrationsforschung. Die Arbeitsergebnisse des mehr als zweijährigen Forschung-Praxis-Projekts sind in Artikeln, Dokumentationen einer Abschlussdokumentation und einem Handbuch mit „Gute-Praxis-Beispielen“ gesichert.
http://www.integrationspotenziale.de/?page_id=90
Diese Publikationen liegen in der Projektstelle "okay. zusammen leben" zur Ansicht auf. Die Broschüre der Bertelsmannstiftung ("Erfolgreiche Integration ist kein Zufall") senden wir Gemeinden und Städten in Vorarlberg auf Anfrage gerne zu.