Die Fünf Pfeiler des islamischen Glaubens
Elisabeth Dörler, 2003.
Die Fünf Pfeiler stehen als Begriff für die zentralen Pflichten der islamischen Religion.
Bekenntnis
des Glaubens an den einen einzigen Gott (arab. schahada): Ich bekenne,
dass es keinen anderen Gott außer dem einen gibt und dass Mohammed der
Prophet Gottes ist. Mit dem lauten Aussprechen dieser Formel auf
arabisch wird man zum Muslim.
Pflichtgebet: wird fünf Mal am
Tag auf Arabisch, der Sprache Allahs, gebetet; vor Sonnenaufgang, kurz
nach Sonnenhöchststand, in der Mitte der Zeit zwischen
Sonnenhöchststand und Sonnenuntergang, beim Sonnenuntergang und am Ende
der Abenddämmerung.
Almosengeben (arab. zakat, türk. zekat):
ca. 2,5 % des Vermögens soll an Bedürftige gegeben werden; daraus hat
sich die säkulare Armensteuer entwickelt.
Fasten (arab. saum;
türk. oruc): Während des Fastenmonats Ramadan (türk. ramazan) darf vom
Beginn der Morgendämmerung bis zum Ende der Abenddämmerung nichts
gegessen oder getrunken werden. Jeden Abend gibt es das Fastenbrechen
(türk. iftar). Den Fastenmonat beschließt das Zuckerfest (arab.
id-ul-fitr, türk. ramazan bayrami oder seker bayrami).
Wallfahrt
nach Mekka (arab. hadsch): Wenn es ihm möglich ist, soll der religiöse
Muslim ein Mal im Leben nach Mekka pilgern. Die rituell dafür
vorgesehene Zeit ist der Pilgermonat, der mit dem Opferfest (arab.
id-al-adha, türk. kurban bayrami) abschließt.