Zu- und Abwanderung

Im Jahr 2019 setzte sich die Zuwanderung aus dem Ausland zu 63 % aus Zuzügen aus EU-Staaten und zu 37 % aus Zuzügen aus Drittstatten zusammen. Die Abwanderung ins Ausland verteilt sich zu  54 % auf EU-Staaten und zu 46 % Drittstaaten.

Die positivste Wanderungsbilanz (d.h. es gab mehr Zuzüge aus diesem Land als Wegzüge in dieses Land) hatte Vorarlberg auch im Jahr 2019 wieder mit Deutschland: Aus Deutschland gab es 1.774 Zu- und 1.183 Wegzüge. Das ergibt eine Wanderungsbilanz von plus 591. Weitere Länder mit deutlich positivsten Wanderungsbilanzen waren im Jahr 2019:
Rumänien (plus 300), Bulgarien (plus 115), Kroatien (plus 106), Italien (plus 85) und Ungarn (plus 75). Deutlich mehr Abwanderung aus Vorarlberg als Zuwanderung nach Vorarlberg gab es 2019 mit der Schweiz (minus 190). Auch mit der Türkei war das Wanderungssaldo leicht negativ (minus 13).

Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik, Wanderungsstatistik 2020.

 

Zuwanderung aus anderen Bundesländern und Abwanderung in andere Bundesländer

 

Werden die Wanderungsbewegungen innerhalb Österreichs betrachtet, zeigt sich, dass es im Jahr 2019 die stärkste Abwanderung nach Wien und Tirol gab – 43 % der aus Vorarlberg in ein anderes Bundesland Abgewanderten zogen nach Wien; 17 % nach Tirol.

Gleichzeitig fand auch der stärkste Zuzug aus diesen beiden Bundesländern statt – 35 % der aus anderen Bundesländern nach Vorarlberg Zugewanderten zogen von Wien nach Vorarlberg; 29 % wanderten aus Tirol zu.

Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik, Wanderungsstatistik 2020.

 

Zu- und Abwanderung nach Staatsbürgerschaft

Werden die im Jahr 2019 nach Vorarlberg Zugewanderten – unabhängig davon, ob der Zuzug aus einem anderen Bundesland oder aus dem Ausland erfolgte – nach Staatsbürgerschaft unterschieden, ergibt sich folgendes Bild: 29 % der neu Zugezogenen waren österreichische StaatsbürgerInnen und 71 % nicht-österreichische StaatsbürgerInnen. Die größten Gruppe unter den neu zugezogenen, nicht-österreichischen StaatsbürgerInnen waren im Jahr 2019 Deutsche (17 %); gefolgt von RumänInnen (8 %), UngarInnen (5 %), BulgarInnen (3 %), KroatInnen (3%) und SyrerInnen (2%).

Bei den 2019 aus Vorarlberg abgewanderten Personen, handelte es sich zu 41 % um österreichische StaatsbürgerInnen und zu 59 % um nicht-österreichische StaatsbürgerInnen. Unter den AbwanderInnen ohne österreichische Staatsbürgerschaft stellten Deutsche (13 %), RumänInnen (5 %) und UngarInnen (5 %) die größten Gruppen dar.

 

Tabelle 1: Zu- und Abwanderung im Jahr 2019 nach Staatsbürgerschaft

 

Zuzüge

(N=9.921)

Wegzüge

(N=8.354)

Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft

28,7 %

41,2 %

Personen mit anderen Staatsbürgerschaften

71,3 %

58,8 %

Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik, Wanderungsstatistik 2020.

 

Zu- und Abwanderung nach Geschlecht

Sowohl bei den Zuzügen aus dem Ausland nach Vorarlberg als auch bei den Wegzügen von Vorarlberg ins Ausland hat der Anteil der Männer den Anteil der Frauen überwogen: 55 % der Zuziehenden bzw. 58 % Wegziehenden waren Männer.

Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik, Wanderungsstatistik 2020.