Im Jahr 2024 ist die Vorarlberger Bevölkerung durch Wanderungen um 1.527 Personen gewachsen. Das bedeutet, auch in diesem Jahr gab es mehr Personen, die nach Vorarlberg zugewandert (10.595 Personen) sind, als Personen, die abgewandert sind (9.068 Personen). Insbesondere die Bevölkerung des Rheintals ist durch dieses positive Wanderungssaldo gewachsen, konkret um 1.422 Personen – 2023 waren es 2.198 Personen.
Dieses Bevölkerungswachstum durch Wanderungen im Jahr 2024 war stark auf den Zuzug von Staatsangehörigen aus EU-Ländern (insbesondere Deutschland, Rumänien), Personen aus Krisen- und Kriegsregionen (insbesondere syrische und ukrainische Staatsangehörige) und Staatsangehörige anderer Drittstaaten (insbesondere türkische Staatsangehörige) zurückzuführen.
Zuwanderung aus dem Ausland und Abwanderung ins Ausland
Im Jahr 2024 sind 7.510 Personen aus dem Ausland nach Vorarlberg gezogen, 6.175 Personen sind hingegen von Vorarlberg ins Ausland abgewandert. 2024 kam es also zu einem Zuzugsplus von 1.335 Personen.
Diese Zuwanderung aus dem Ausland setzte sich zu 54,1% aus Zuzügen aus EU-Staaten und zu 45,9% aus Zuzügen aus Drittstaaten zusammen. 6.175 Personen sind von Vorarlberg ins Ausland gezogen. Diese Abwanderung verteilt sich zu 52,8% auf EU-Staaten und zu 47,2% auf Drittstaaten. Durch Auslandswanderungen ist Vorarlbergs Bevölkerung im Jahr 2024 somit um 1.335 Personen gewachsen.
Die positivste Wanderungsbilanz (d. h. es gab mehr Zuzüge aus diesem Land als Wegzüge in dieses Land) hatte Vorarlberg im Jahr 2024 mit Deutschland. Aus Deutschland gab es 1.611 Zuzüge und 1.129 Wegzüge. Das ergibt ein Wanderungssaldo von plus 482. Auch mit der Ukraine gab es – wie schon im Jahr zuvor – ein positives Wanderungssaldo (plus 286), gefolgt von Ungarn (plus 120) und der Türkei (plus 108).
Im Vergleich zu 2023, in dem Rumänien eine positive Wanderbilanz von plus 231 aufwies, waren es im Jahr 2024 plus 51, was einen deutlichen Rückgang darstellt. Deutlich mehr Abwanderung aus Vorarlberg als Zuwanderung nach Vorarlberg gab es 2024 – ebenfalls wie schon im Vorjahr – in die Schweiz (minus 481).
Zuwanderung aus anderen Bundesländern und Abwanderung in andere Bundesländer
Den größten Zuwachs konnte Vorarlberg mit Zuzügen aus Wien (985) verzeichnen, was 31,9% der Zuzüge innerhalb Österreichs (ohne Vorarlberg) entspricht. Gefolgt von Tirol mit 650 Zuzügen (21,1%).
Auch bei den Wegzügen besetzt Wien (1.174, entspricht 40,6%) und Tirol (524, entspricht 18,1%) die ersten zwei Plätze, gefolgt von der Steiermark (376, entspricht 13%). Ein negativer Saldo wird bei Wien (-189), der Steiermark (-70) und dem Burgenland (-32) verzeichnet.
Insgesamt zogen 2.893 Personen in andere Bundesländer, 3.085 Personen wanderten aus anderen Bundesländern zu. Durch Bundesländerwanderungen ist Vorarlbergs Bevölkerung somit um 192 Personen gewachsen – im Vorjahr 2023 waren es im Vergleich 1.367 Personen.
Zu- und Abwanderung nach Staatsangehörigkeiten
Werden die im Jahr 2024 nach Vorarlberg zugewanderten Personen – unabhängig davon, ob der Zuzug aus einem anderen Bundesland oder aus dem Ausland erfolgte – nach Staatsangehörigkeiten unterschieden, ergibt sich folgendes Bild: 22,7% der Neuzugezogenen waren österreichische Staatsbürger*innen und 77,3% waren nicht-österreichische Staatsangehörige. Die größten Gruppen unter den neuzugezogenen nicht-österreichischen Staatsangehörigen waren im Jahr 2024 Deutsche (13,5%), gefolgt von Syrer*innen (7,4%), Rumän*innen (6,8%), Ukrainer*innen (5,3%), Ungar*innen (5,0%) und Türk*innen (4,5%).
Bei den 2024 aus Vorarlberg abgewanderten Personen handelte es sich zu 34,2% um österreichische Staatsbürger*innen, zu 65,8% um nicht-österreichische Staatsangehörige. Der Anteil österreichischer Staatsbürger*innen ist bei den Wegzügen somit deutlich höher. Unter den Abgewanderten ohne österreichische Staatsbürgerschaft stellten Deutsche (11,4%), Rumän*innen (7,2%), Ungar*innen (5,0%), Syrer*innen (3,8%), Ukrainer*innen und Türk*innen (jeweils 3,6%) die größten Gruppen dar.
Tabelle: Zu- und Abwanderung im Jahr 2024 nach Staatsangehörigkeit
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Zuzüge (n=10.595) |
Wegzüge (n=9.068) |
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Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft |
22,7 % |
34,2 % |
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Personen mit anderer Staatsangehörigkeit |
77,3 % |
65,8 % |
Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik, Wanderungsstatistik 2024.
Zu- und Abwanderung nach Alter und Staatsangehörigkeit
Personen, die innerhalb Vorarlbergs, bzw. von oder nach Vorarlberg wanderten, waren 2024 im Durchschnitt 32,39 Jahre alt.
Zugewanderte Personen mit schweizerischer Staatsbürgerschaft hatten mit 37,7 Jahren das höchste Durchschnittsalter unter den Zugewanderten. Bei den Wegzügen hingegen hatten Personen mit der Staatsbürgerschaft von Bosnien und Herzegowina mit 40,5 Jahren das höchste Durchschnittsalter.
Das niedrigste Durchschnittsalter bei den Zuzügen wiesen Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit auf, nämlich 20,0 Jahre (789 Personen).
Anm.: diese Ausführungen zum Alter beschränken sich auf Staatsangehörigkeiten mit mindestens 50 Zu- bzw. Weggezogenen.
Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung, Landesstelle für Statistik, Wanderungsstatistik 2024.