Veranstaltung „Diversitäts- und Demokratiekultur zusammen denken“

eine Veranstaltung von okay.zusammen leben im Rahmen der Reihe “in Arbeit!”
Wann? Donnerstag, 24. Juni 2021, 15:00 bis 17:30 Uhr
Wo? Online via „Zoom“

 

Wir von„okay.zusammen leben“ nehmen auch in Vorarlberg eine Zunahme von Projekten wahr, die Diversitäts- und Demokratiekultur zusammen denken. Diese Projekte legen einen aktionistischen bzw. methodischen Fokus auf das miteinander Reden in der Diversität der Meinungen, Positionen und auch Gruppenzugehörigkeiten. Mit der Veranstaltung stellen wir Initiativen und Projekte mit diesem Fokus vor und laden zu einem ersten Austausch darüber ein. Den Auftakt bildet eine Präsentation aktueller Umfrageergebnisse zu Einstellungen Vorarlberger Schüler*innen zu den Themen „Politik“ und „Zusammenleben in der Vielfalt“. Sie stammen von den beiden Studien Lebenswelten 2020 und Bildung und Partizipation der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg.

Die letzten Jahre waren gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch von mehreren Krisenerfahrungen geprägt: jüngst die Krise ausgelöst durch die Corona-Pandemie, davor die Krise der europäischen Flüchtlingspolitik oder vor etwas mehr als 10 Jahren die jüngste „Weltwirtschaftskrise“. Ereignisse wie die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA und die Brexit-Volksabstimmung 2016 sowie das stärker Werden populistischer politischer Parteien lassen wie die Herausforderung durch Terror und die Auseinandersetzungen innerhalb der EU mit Ländern wie Polen und Ungarn das Modell der liberalen Demokratie insgesamt als krisenhaft erscheinen. Mit diesen Krisen verbunden ist die Wahrnehmung, dass die gesellschaftliche Polarisierung zunimmt, sowie die Sorge vor einer inneren Spaltung der Gesellschaft. Dieser demokratiepolitischen Herausforderung widmen sich mittlerweile zahlreiche Projekte, Programme sowie Zugänge und Methoden. Ein methodischer Strang dieser Bewegung setzt auf das gesellschaftliche Miteinander-im-Gespräch-bleiben(können) auch über gravierende inhaltliche Differenzen hinweg. Im Fokus steht das Gespräch „Verschiedener“ über verschiedene Haltungen, Ansichten und Positionen und die Bedeutung dieses Gesprächs für die liberale Demokratie an sich. Das erinnert an die Bedeutung der „Kontakttheorie“ für die Integrationsarbeit. Diese belegt die Wirkung des Kontaktes auf die Wahrnehmung von Menschen, die verschiedenen Gruppen angehören. Kontakt kann nachweisbar gruppenbezogene Vorurteile vermindern und zu positiveren Haltungen gegenüber „Fremden“ bzw. „Anderen“ beitragen. Kontakt und Begegnung bilden daher in den letzten Jahren zunehmend Ziele integrationspolitischen Nachdenkens und Handelns.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und auf ein gemeinsames
„Diversitäts- und Demokratiekultur zusammen denken“!

 

Referent*innen:

  • Eva Grabherr (okay.zusammen leben) über das Zusammendenken von Diversitäts- und Demokratiekultur.
  • Gudrun Quenzel und Martina Ott (Forschungsbereich Bildungssoziologie an der PH Vorarlberg) mit Ergebnissen aus aktuellen Forschungsprojekten zu Haltungen und Orientierungen junger Menschen in Vorarlberg (Studien Lebenswelten 2020 und Bildung und Partizipation).
  • Andrea Hollenstein (Fachstelle Zusammen.Leben der Marktgemeinde Lustenau) über die „Sprechstunde der Vielfalt“ am Gesellschaftsklimatag.
  • Stefan Arlanch (Abteilung Gesundheit und Sozialplanung im Amt der Stadt Dornbirn) zu seinem Workshop-Angebot für den Umgang mit sogenannten Stammtischparolen.
  • Valentin Vlašić (Fachbereich Kinder- und Jugendhilfe im Land Vorarlberg) zum neuen Förderprogramm des Landes „Demokratiekultur in der Schule“.
  • Caroline Manahl (okay.zusammen leben) zu geplanten Vorhaben der Projektstelle zur Förderung von Diversitätskompetenz und Demokratiekultur im Bildungskontext, basierend auf der Methode der philosophischen Gesprächsführung.


Anmeldung:

Bitte melden Sie sich unter folgendem Link zur Veranstaltung an: https://form.jotform.com/211331678149053

Nach der Anmeldung erhalten Sie die Zugangsdaten zum „Zoom“-Veranstaltungsraum sowie eine kurze technische Instruktion gemeinsam mit der Anmeldebestätigung per Mail.