Pilotprojekt "docken-werkstatt zusammenleben lernen"

ein Projekt zur Methode des „Philosophierens mit Kindern“
Start des Lehrgangs: September 2021

Frei Plätze für Pädagog*innen!

 

Viele Schulen Vorarlbergs bilden in der Zusammensetzung der Schüler*innen die hohe gesellschaftliche Verschiedenheit des Landes und seiner Gesellschaft ab: die Verschiedenheit an sozialer, religiöser und kultureller Herkunft, aber auch die Verschiedenheit an Meinungen und inhaltlichen Positionierungen. Diese Zusammensetzung ist in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung, birgt aber auch das wertvolle Potential, den Umgang mit Verschiedenheit zu lernen und damit eine Kernkompetenz für die hoch pluralisierte und globalisierte Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.

Im Kern geht es dabei um die Entwicklung und Stärkung von Kommunikations- und Konfliktfähigkeit: sich Gedanken über die eigene Haltung machen, sich andere Perspektiven anzuhören, zu argumentieren, die eigene Meinung weiter zu entwickeln und ggf. auch „auszuhalten“, dass es in einer kulturell, sprachlich, religiös und sozial vielfältigen Gesellschaft unterschiedliche Meinungen wie auch Vorstellungen zur Lebensgestaltung geben kann.

Wir denken, Bildungseinrichtungen bieten aufgrund der „bunten“ Zusammensetzung der Schüler*innen einen guten Rahmen, um diese Kompetenzen im Umgang mit Verschiedenheit zu entwickeln. Diese Kompetenzen entwickeln sich jedoch nicht einfach von selbst, nur weil die Zusammensetzung der Schüler*innenschaft divers ist. Damit Schulen das Potential, das sie in dieser Sache bergen, in einem viel höheren Ausmaß als bisher zur Geltung bringen und zu einem wahren Lernfeld für diese Kompetenzen werden können, bedarf es einer pro-aktiven Gestaltung.

An dieser Stelle setzt das Pilotprojekt docken-werkstatt zusammenleben lernen an. Es soll Kindern und Jugendlichen einen Raum bieten, um einen sozial förderlichen Umgang mit „Anderem“ oder als „anders“ Wahrgenommenem bzw. Wahrgenommenen zu entwickeln. Dabei soll die Methode des „Philosophierens mit Kindern“ zur Anwendung kommen, deren Potential für diese Fragestellung bereits erprobt ist. Diese Methode bietet einen regelgeleiteten Rahmen, in dem sich Kinder und Jugendliche mit einander zu Fragen des Zusammenlebens in Verschiedenheit austauschen, einüben mit anderen Perspektiven (auch bei kontroversen Themen) umzugehen und ihre eigenen Meinungen und Haltungen weiter entwickeln. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu befähigen, kompetent mit jenen Fragen des Zusammenlebens umzugehen, die sich in einer vielfältigen Gesellschaft mit vielfältiger werdenden Lebenswelten stellen. Zu diesem Zweck möchten wir im Rahmen eines Pilotprojekts eine Gruppe von Pädagog*innen dazu ausbilden, diese Methode in ihrem beruflichen Umfeld selbständig einzusetzen. Das Angebot ist für die Teilnehmer*innen kostenlos.

 

Details zum Projekt und zu den Terminen des Lehrgangs finden Sie hier!

 

Anmeldungen sind bis Mitte Juli möglich bei:
Caroline Manahl
caroline.manahl@okay-line.at