Integrationsjahrgesetz

Das Integrationsjahrgesetz ist für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte seit 1. September 2017 in Kraft getreten. Für Asylwerber, bei denen die Zuerkennung eines Schutzstatus sehr wahrscheinlich ist, wird es am 1. Jänner 2018 in Kraft treten. Es verpflichtet anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte, die keinen Arbeitsplatz finden, zu einem Integrationsjahr. Dies wird vom AMS durchgeführt. Das AMS hat für die TeilnehmerInnen am Integrationsjahr eine Integrationskarte anzulegen, in die jede Änderung bzw. abgeschlossene Maßnahme einzutragen ist.

Während das Integrationsgesetz Deutschkurse bis A2-Niveau vorsieht, sieht das Integrationsjahrgesetz Kurse ab A2-Niveau vor. Ziel des Gesetzes ist es, für Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte gezielte Maßnahmen zur raschen Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu setzen. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen, die nicht mehr der Schulpflicht unterliegen, Deutschkenntnisse auf A1-Niveau nachweisen können und arbeitsfähig sind.

 

Maßnahmen, die die Teilnehmer während des Integrationsjahrs absolvieren müssen:

  • Kompetenzclearing, 
  • Deutschkurse ab Sprachniveau A2, 
  • Abklärung und Unterstützung bei der Anerkennung von Qualifikationen und Zeugnissen,
  • Werte- und Orientierungskurse,
  • Berufsorientierungs- und Bewerbungstraining,
  • Arbeitsvorbereitungsmaßnahmen, 
  • Arbeitstrainings, die nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses absolviert werden, im Interesse des Gemeinwohls (im Sinne einer gemeinnützigen Tätigkeit) liegen und zugleich der Anwendung und Erweiterung von Kenntnissen und Fertigkeiten dienen, bis zu längstens zwölf Monate dauern können und bei den vom jeweiligen Landeshauptmann anerkannten Trägern absolviert werden können,
  • sonstige Maßnahmen.

 

Asyl- und Subsidiär Schutzberechtigte bekommen Beihilfen des AMS während des Besuchs der Maßnahmen (Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts, Beihilfe zu den Kursnebenkosten). AsylwerberInnen bleiben in der Grundversorgung.

 

Detaillierte Informationen erhalten Sie von der jeweils zuständigen Geschäftsstelle des AMS: http://www.ams.at/vbg/service-arbeitsuchende/arbeitsuche/geschaeftsstellen/adressen