2005: okay. zusammen lernen - Workshop zum Thema "Migrantenkinder in der Schule"

"okay. zusammen leben" veranstaltete am 6. April 2005 von 14-18.00 im Zentrum für Wissenschaft und Weiterbildung Schloss Hofen (Lochau bei Bregenz) einen Workshop zum Thema "Migrantenkinder in der Schule".

Der Workshop zielte auf eine Bestandsaufnahme und Reflexion von Handlungsfeldern und Maßnahmen im Bereich Integration von Migrantenkindern an Vorarlberger Schulen, die Vernetzung der Fachleute aus den verschiedenen Fachbereichen und die Sensibilisierung von Entscheidungsträgern, Fachleuten und Öffentlichkeit für die Bedeutung von Bildungspolitik und –maßnahmen für den Prozess der Integration von MigrantInnen. 110 VertreterInnen aus unterschiedlichen Bereichen nahmen daran teil.

Programm

Begrüßung und Einführung
Dr. Eva Grabherr, Geschäftsführerin "okay. zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration"

Grußworte von Landesrat Mag. Siegi Stemer

Migrantenkinder im österreichischen Bildungssystem: Wesentliche Erkenntnisse aus PISA 2000 und 2003 sowie weiteren Studien im Vergleich
Mag. Simon Burtscher, Soziologe "okay. zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration"

Migrantenkinder an Vorarlberger Schulen: Problem- und Handlungsfelder und bestehende Angebote
Dr. Eva Grabherr, Geschäftsführerin "okay. zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration"

Vorstellung des gemeindeübergreifenden Lernhilfeprojektes an Vorarlberger Volksschulen von Inka (Institut für Interkulturelle Angelegenheiten) als ein konkreter Lösungsbeitrag
Attila Dincer, Geschäftsführer "INKA" (Institut für Interkulturelle Angelegenheiten)

Diskussion der Beiträge

Arbeitsgruppen zum Thema
- Klärung der Probleme, Bedürfnisse und Potentiale im Bereich Integration von Migrantenkindern an Vorarlberger Schulen aus der Sicht der Workshop-TeilnehmerInnen.
- Analyse bestehender Angebote, sowie Planung und Entwicklung konkreter Maßnahmen

Apéro


Inhaltliche Einführung

Bildung ist heute eine essentielle Ressource für die Existenz und den sozialen Aufstieg in unserer Gesellschaft. Die österreichischen und auch Vorarlberger Bildungsdaten zeigen deutlich, dass Migranten und MigrantInnen den Aufstieg im Bildungssystem noch nicht geschafft haben und überrepräsentativ im schwachen Bildungssegment vertreten sind.

Die Projektstelle für Zuwanderung und Integration "okay. zusammen leben" vertritt einen emanzipatorischen Integrationsbegriff. Integration bedeutet eine möglichst hohe gesellschaftliche und politische Teilhabe der dauerhaft in diesem Land lebenden Menschen und deren fairen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen. Darunter fällt auch der Zugang zum Bildungssystem und der Ressource Bildung.

Das Ziel eines fairen Zugangs zur Ressource Bildung für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund wird von "okay. zusammen leben" sowohl auf der praktischen als auch der konzeptuellen Ebene verfolgt. Auf der konkreten praktischen Ebene unterstützt die Stelle seit einem Jahr das gemeindeübergreifende Lernhilfeprojekt an Vorarlberger Volksschulen von INKA (Institut für Interkulturelle Angelegenheiten). Die Evaluation dieses Projektes bestätigt den Bedarf und den Erfolg dieser Maßnahme und zeigt weitere Handlungsfelder auf. Deshalb wird gleichzeitig auch ein systemischer Ansatz verfolgt, bei dem es um die Entwicklung von neuen Konzepten im Bildungssystem, die einer Gesellschaft mit Zuwanderung gerecht werden, geht.

Um dem Ziel einer kontextsensiblen und koordinierten Entwicklung von Maßnahmen für die bessere Integration von MigrantInnen an Vorarlberger Schulen näher zu kommen, verfolgt der Workshop folgende Ziele:
- Bestandsaufnahme und Reflexion von Handlungsfeldern und Maßnahmen im Bereich Integration von Migrantenkindern an Vorarlberger Schulen
- Vernetzung der Fachleute aus den verschiedenen Fachbereichen
- Sensibilisierung von Entscheidungsträgern, Fachleuten und Öffentlichkeit für die Bedeutung von Bildungspolitik und –maßnahmen für den Prozess der Integration von MigrantInnen