2007: Im Gespräch: Integration in Vorarlberg – mit Prof. Mathias Rohe

Im Gespräch: Integration in Vorarlberg – mit Prof. Mathias Rohe/Universität Erlangen-Nürnberg
11. Oktober 2007, Salomon Sulzer-Saal (Ehemalige Synagoge), Hohenems

Die Forschungsschwerpunkte von Professor Rohe sind u. a. Islam in Europa, gegenwärtige Entwicklungen im Islamischen Recht und rechtliche Stellung des Islam in Deutschland und Europa. Er veröffentlichte u.a. "Der Islam – Alltagskonflikte und Lösungen. Rechtliche Perspektiven" (2001), "Auswirkungen der Migration auf Rechtsordnungen in Europa" (2001) und zahlreiche weitere Publikationen. In Österreich wurde er 2006 als Autor der Studie "Perspektiven und Herausforderungen in der Integration muslimischer MitbürgerInnen in Österreich" des Bundesministeriums für Inneres einem größeren Publikum bekannt. Mathias Rohe ging in Hohenems auf folgende Fragen ein:

1) Was ist "islamisches Recht" (in Grundzügen) und warum sind diesbezüglich Kenntnisse für uns in Europa für die Gestaltung von Integration überhaupt relevant?

2) Daran anknüpfend: Auswirkungen von Migration (insbesondere mit Bezug auf die Migration von MuslimInnen nach Europa) auf die Rechtsordnungen in Europa. (Schwerpunkt Deutschland und Österreich)

3) Deutscher/österreichischer und europäischer Islam: Neue Entwicklungen im islamischen Recht, die für die Integrationsprozesse von MuslimInnen in Europa relevant sind.

4) Konkrete Problemstellungen von Muslimen im Rechts- und Gesellschaftssystem der westlichen Welt

  • Islam und demokratischer Rechtsstaat
  • Islam und freiheitliche Verfassung (Österreich und Deutschland)
  • Minarett / Gebetsruf: (Religiöse Begründung, rechtliche Basis in Deutschland und Österreich für die Beurteilung, empfohlene Strategie für den Umgang mit dem Konflikt für Muslime und mehrheitsgesellschaftliche Akteure)
  • Bekleidungssitten und Erziehungswesen/koedukativer Sportunterricht:

(Religiöse Begründung, rechtliche Basis in Deutschland und Österreich für die Beurteilung, empfohlene Strategie für den Umgang mit dem Konflikt für Muslime und mehrheitsgesellschaftliche Akteure)

An der geladenen Veranstaltung haben 35 Personen teilgenommen.