2012: Symposion "Mut zur Mehrsprachigkeit”

Donnerstag, 29. März 2012, 9.00 – 18.00 Uhr, Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn

Veranstaltet von der Forschungsgruppe DYME der Universität Innsbruck, in Kooperation mit okay.zusammen leben/Projektstelle für Zuwanderung und Integration und der Fachhochschule Vorarlberg

240 TeilnehmerInnen.

 

Das Symposium wandte sich an alle, die sich für Fragen der Mehrsprachigkeit, der Integration von Zugewanderten und des Umgangs mit kultureller Vielfalt und Verschiedenheit interessieren – insbesondere aber an PädagogInnen, Studierende, BibliothekarInnen, ErwachsenenbildnerInnen und Verantwortliche für Bildungs-, Kultur- und Integrationsfragen auf allen institutionellen Ebenen.

 

Ausführliche Informationen zur Veranstaltung stehen in der rechten Spalte als Download zur Verfügung ►

 

Zum Symposium

Mehrsprachigkeit sowie kulturelle Vielfalt – das soll Europa ausmachen! Aus diesem Potential soll der Kontinent in Zukunft schöpfen. Bürger und Bürgerinnen, die im Normalfall mindestens 3 Sprachen sprechen – das zählt zu den bildungspolitischen Leitzielen der Europäischen Union. Noch ist das Zukunftsmusik, aber auch in Vorarlberg nehmen die Alltäglichkeit von Mehrsprachigkeit und das Interesse daran zu:

• durch die Zunahme inter-kultureller Ehen,

• durch zugewanderte Familien, die neben Deutsch auch ihre Herkunftssprache pflegen möchten,

• durch Eltern, die den Wert von Mehrsprachigkeit für ihre Kinder als Zukunftschance erkennen,

• durch Unternehmen, für die Sprachkenntnisse ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zunehmend markt-relevant werden.

 

Auch für die Integrationsarbeit ist Mehrsprachigkeit als Thema relevant. So ergeben sich aus der Mehrsprachigkeitsforschung Innovationen und Verbesserungen für die Sprachförderung der Landessprache Deutsch als Zweitsprache. Und wenn der Aufbau einer mehrsprachigen Gesellschaft als bildungspolitisches Ziel an Bedeutung gewinnt, dann können auch die Herkunftssprachen von Migranten und Migrantinnen als Potential gesehen werden. Daraus kann sich ein Gegengewicht zur derzeit stark auf Defizite von Zugewanderten konzentrierte Integrationsdebatte in unserem Land bilden.

 

Das Symposium sollte eine Brücke zwischen Mehrsprachigkeitsforschung und erlebter Mehrsprachigkeit schlagen. Es unterstützte die Region, an diesem Zukunftsthema dran zu bleiben.

 

Zum Programm

Vorträge

● Ulrike Jessner/Universität Innsbruck (zu Fragen von Mehrsprachigkeit und Emotionen)
● Claire Kramsch/University of California, Berkeley (zu Fragen der Identität mehrsprachiger Menschen)
● Britta Hufeisen/Technischen Universität Darmstadt (zu Fragen der Entwicklung eines Gesamtsprachencurriculums)
● Georges Lüdi/Universität Basel (zu Fragen von Kosten und Nutzen der Mehrsprachigkeit in Unternehmen)

Vertiefende Workshops
● zu Gute Praxis-Beispielen aus Kindergärten, Schulen, beruflicher Ausbildung und Kommunen aus dem deutschsprachigen Raum
● und zu sozialen Fragen der Mehrsprachigkeit

 

Der detaillierte Programm-Folder findet sich im Downloadbereich ►

 

 

Unterstützt von

• Land Vorarlberg

• Fachhochschule Vorarlberg/Studiengang Sozialarbeit

• Universität Innsbruck

• Pädagogische Hochschule Vorarlberg

• Volkshochschule Götzis

• Vorarlberger Wirtschaftskammer/Die Industrie & VEM (Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie)