2013: TIES-Vorarlberg: "Das letzte Wort" – Stimmen der zweiten Generation zu Ergebnissen der TIES-Studie

Vortrags- und Austauschveranstaltung von okay.zusammen leben mit 90 TeilnehmerInnen.

 

13. Juni 2013, 14.00 bis 17.30 Uhr
Hohenems, LöwenSaal (Schlossplatz 9)

Dritte und abschließende Veranstaltung der Reihe „Zweiheimisch als Normalität!“ zur Vermittlung der Ergebnisse der TIES-Studie Vorarlberg. Das zentrale Element dieser Veranstaltung bilden die Positionen von Vertreterinnen und Vertretern der zweiten Generation in Vorarlberg zur Studie und ihren Ergebnissen. Weiters wird Simon Burtscher-Mathis über „Soziale Netzwerke der Zweiten Generation und Diskriminierungserfahrungen“ auf Basis der Ergebnisse von TIES-Vorarlberg berichten. Und wir bieten zum Abschluss der Veranstaltungsreihe eine Zusammenschau zentraler Ergebnisse und Erkenntnisse dieser für das Verständnis von Integrationsprozessen so fruchtbaren Studie.

 


Programm: (siehe auch das Dokument zum Download in der rechten Spalte ►)

 

Ab 13.30: Empfang

 

14.00: Beginn der Veranstaltung

 

Begrüßung

Soziale Netzwerke der zweiten Generation und Diskriminierungserfahrungen – Ergebnisse der TIES-Studie Vorarlberg

 

Dr. Simon Burtscher-Mathis, okay.zusammen leben
Zusammenschau zentraler Ergebnisse und Erkenntnisse der TIES-Studie Vorarlberg

(siehe dazu die Präsentation im Downloadbereich ►)

 

Dr. Eva Grabherr & Dr. Simon Burtscher, okay.zusammen leben
„Das letzte Wort“ – Stimmen der zweiten Generation zu TIES-Vorarlberg

 

Renate Djukić, Sonja Donner, Fatma Keskin, Fatih Özçelik

17.15: Ins Gespräch kommen – Aperó


Wir bitten um Ihre Anmeldung:
okay.zusammen leben / Projektstelle für Zuwanderung und Integration
Tel. ++43-5572-398102 (von 8.30 bis 13.00)
E-mail: office@okay-line.at

 


Weiterführende Informationen: (siehe auch die Literaturliste und eine Zusammenfassung der Ergebnisse als Download in der rechten Spalte ►)
Die bereits veröffentlichten Papiere der TIES-Studie Vorarlberg finden Sie hier:
www.okay-line.at/ties-papiere

Informationen zur internationalen TIES-Studie finden Sie hier:
www.tiesproject.eu

Informationen zu den bisherigen Veranstaltungen und ihren Präsentationen finden Sie hier:
www.okay-line.at/ties-veranstaltungen


Präsentations- und Austauschveranstaltungen zur TIES-Studie Vorarlberg in Ihren Kommunen oder Institutionen:

Wenn Sie sich für eine Präsentations- und Austauschveranstaltung zu den Ergebnissen der TIES-Studie Vorarlberg in Ihrer Kommune oder Ihrer Institution interessieren, dann stehen wir dafür ab Herbst 2013 gerne zur Verfügung. Information und Anmeldung: Dr. Eva Grabherr (eva.grabherr@okay-line.at); Dr. Simon Burtscher-Mathis (simon.burtscher@okay-line.at).

Die Förderungen der öffentlichen Hand ermöglichen uns, Ihnen die Teilnahme an der Veranstaltung kostenfrei bieten zu können. Die TIES-Studie Vorarlberg wurde von der Koordinationsstelle Integration und der Abteilung Wissenschaft der Vorarlberger Landesregierung gefördert. Die Veranstaltungen zur Vermittlung der Ergebnisse werden von der Koordinationsstelle Integration der Vorarlberger Landesregierung gefördert.


Hintergrundinformationen zu TIES-Vorarlberg:

Der Integrationsprozess in Diskussion
Der Integrationsprozess von Zugewanderten in die europäischen Gesellschaften ist seit Jahren ein öffentlich intensiv diskutiertes Thema: auch in Österreich und Vorarlberg. Die einen betonen die Defizite; die anderen das bereits Erreichte. Die einen sehen Integration in erster Linie als Bringschuld von Zugewanderten; andere betonen die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen als Faktoren von Integrationsprozessen. Auch noch nie in der Geschichte von Migrations- und damit verbundenen gesellschaftlichen Integrationsprozessen wurden diese wissenschaftlich so genau begleitet und dokumentiert wie aktuell in Europa. Eines dieser aktuellen Forschungsprojekte zum Integrationsprozess von Zugewanderten in die europäischen Gesellschaften ist die Studie TIES. TIES steht für „The Integration of the European Second-Generation“ und ist ein internationales Forschungsprojekt zur Integration der zweiten Generation von Zugewanderten, an dem die Länder Belgien, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Spanien, Schweiz und Schweden teilgenommen haben. In Österreich hat sich neben den Großstädten Wien und Linz auch Vorarlberg als ländliche Region mit Zuwanderung beteiligt. Dieses Forschungsprojekt ermöglicht auch für unser Land erstmals einen genaueren Blick auf den Verlauf des Integrationsprozesses der ab den 60er Jahren Zugewanderten aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawien und der Türkei.
 
Wie verläuft der Integrationsprozess der zweiten Generation Zugewanderter in Europa in den einzelnen sozialen Feldern?
TIES untersucht den Stand der Integration der zweiten Generation in jeweils zwei Großstädten dieser Länder und in Österreich zusätzlich in Vorarlberg in verschiedenen gesellschaftlich relevanten Bereichen: Wie verläuft die Bildungs- und Arbeitsmarktintegration? Wie gestaltet sich das soziale Beziehungsnetzwerk (Partnerschaft, Eltern, Freundschaften)? Wie bildet die zweite Generation ihre Zugehörigkeit zwischen dem Land ihres Aufwachsens und dem Herkunftsland ihrer Eltern aus? Was berichtet sie in der Befragung über ihre Sprachkenntnisse und ihre Religiosität? Wie transkulturell lebt sie wirklich? Erlebt sie Diskriminierung und wie partizipiert sie politisch und gesellschaftlich? Dazu wurden vom jeweiligen Einwanderungsland abhängig türkische, marokkanische und aus dem ehemaligen Jugoslawien stammende junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 35 Jahren befragt. Bedingung für die Teilnahme an der Befragung war, dass sie bereits im Einwanderungsland geboren wurden. Als Vergleichsgruppe wurden gleichaltrige Erwachsene der autochthonen Bevölkerung, bei denen beide Elternteile im jeweiligen Untersuchungsland geboren sind, befragt. Diese Länder-, Gruppen- und Generationen-übergreifende Vorgehensweise macht es in der Analyse möglich, Faktoren zu identifizieren, die einen Einfluss auf den Verlauf von Integrationsprozessen nehmen. Welche Rolle spielen Länder-Kontexte? Welche das Bildungskapital von Eltern? Wie verläuft der Prozess zwischen den Generationen? Wie wirken sich strukturelle Faktoren wie Bildung und Arbeitsmarktintegration bspw. auf Religiosität und Geschlechterrollenbilder aus? Die TIES-Studie ist ein gewichtiger Beitrag zum Verständnis von Integrationsprozessen und hat damit das Potential, zu einer effektiveren gesellschaftlichen Gestaltung dieser Prozesse sowie einer genaueren und qualitätsvolleren Debatte beizutragen.