zur Frage des Zusammenlebens in einer Gesellschaft mit Differenz
Dokumentation
von Gabriele Rath und Edith Rössler, Rath & Winkler, Juli 2003, 120
Seiten
Das theaterpädagogische Pilotprojekt "zuhören" mit
Jugendlichen, das von September 2002 bis Februar 2003 durchgeführt
wurde, verfolgte das Ziel, das Kontaktfeld von Einheimischen und
MigrantInnen aus der Sicht der beteiligten Jugendlichen in den Blick zu
bekommen. Was ist los in diesem Kontaktfeld? Welche Erfahrungen wurden
und werden gemacht? Welche Probleme gibt es und welche
Erfolgsgeschichten finden hier statt? Welche Selbst- und Fremdbilder
spielen eine Rolle? Die Jugendlichen sollten mit theatralen Mitteln
unterstützt eine "Stimme" bekommen. Die sprechenden und spielenden
Jugendlichen als AlltagsexpertInnen entwarfen sprachliche und
darstellerische Selbstbilder, Fremdbilder, Wunschbilder, Meinungsbilder,
Gruppenbilder, Gegenbilder und auch Handlungsbilder. Den Jugendlichen
sei an dieser Stelle für diese wertvollen Beiträge gedankt.
Ziel
der nun vorliegenden Dokumentation ist es, die von Jugendlichen
artikulierten Bedürfnisse, Meinungen, Konfliktfelder und Lösungsansätze
sowie den kollektiven Prozess der Auseinandersetzung jeweils im
Zusammenhang ihres Lebens in einer multiethnischen/multikulturellen
Gesellschaft betreffend zu erfassen und darzustellen, um die Erfahrungen
und Erkenntnisse über den Kreis
der Projektbeteilgten hinaus zur
Diskussion zu stellen.