Befragung: Kinder nichtdeutscher Muttersprache

in Spielgruppen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Eltern-Kind-Zentren in Vorarlberg

Ein früher Kontakt mit deutschsprachigen Kindern ist ein wichtiger fördernder Faktor des Deutschspracherwerbs für Kinder, die mit einer anderen Muttersprache aufwachsen. Der Kontakt zu anderen Kindern bildet eine wichtige Motivation für den Erwerb der Zweitsprache, und dieser erfolgt in den frühen Lebensjahren in erster Linie durch nachahmendes Lernen in der Sprachumgebung der zu erwerbenden Sprache. Die "Servicestelle für Spielgruppen und Eltern-Kind-Zentren" führte im Frühjahr dieses Jahres im Auftrag von "okay. zusammen leben" eine Befragung zum Besuch von Kindern nichtdeutscher Muttersprache in Vorarlbergs Spiel- und Kindergruppen sowie Eltern-Kind-Zentren durch. Anlass waren Meldungen aus diesen Institutionen, dass Eltern mit Migrationshintergrund ein zunehmendes Interesse an den Institutionen zeigen würden; auch mit dem ausdrücklichen Hinweis darauf, dass sie sich davon eine Förderung des Deutscherwerbs ihrer Kinder erwarten.

Die Befragung richtete sich an alle Spielgruppen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Eltern-Kind-Zentren in Vorarlberg. Der durchschnittliche Anteil von Kindern nichtdeutscher Muttersprache in allen drei Betreuungsformen betrug im Frühjahr 2006 14,2 %. Dieser Anteil entspricht noch nicht dem Anteil dieser Kinder an der Gesamtbevölkerung (rund 22 %). Er ist jedoch integrationspolitisch als positiv zu bewerten, denn diese Kinder finden sich in freiwillig zu besuchenden Betreuungsinstitutionen, und es gilt in den allgemeinen integrationspolitischen Debatten als schwierig, Migranten als Zielgruppe für diese Institutionen zu gewinnen. Gefragt wurde auch nach Problemen und Potentialen, die mit der Zunahme von Kindern nichtdeutscher Muttersprache in den Betreuungsinstitutionen einhergehen.

Die Befragung im Detail finden Sie in der rechten Spalte als Download.