Zur politischen Partizipation von Zugewanderten und ihren Nachkommen in Vorarlberg (2024/2026)

Politische Partizipation ist eine wichtige Voraussetzung für umfassende gesellschaftliche Teilhabe. Die Mitgestaltung der verschiedenen Teile der Bevölkerung in möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen, auch im politischen, gilt als Ausdruck von Gerechtigkeit und als Qualitätsmerkmal einer gut funktionierenden Demokratie. Daher ist auch das politische Engagement von Zugewanderten und ihren Nachkommen von demokratiepolitischem Interesse. „okay.zusammen leben“ interessiert sich in seinem Monitoring von Integrationsprozessen besonders für die politische Mitgestaltung von Zugewanderten und ihren Nachkommen in den gewählten politischen Gremien unserer Demokratie. Diese Form des politischen Engagements ist auch von hoher integrationspolitischer Bedeutung. Denn wenn Migrant*innen für politische Ämter kandidieren und in diese gelangen, kann dies als Indikator für stattfindende gesellschaftliche Anerkennungsprozesse und für die stärkere Öffnung von Institutionen gelten.

okay.zusammen leben betont die Bedeutung politischer Partizipation von Menschen mit Migrationsgeschichte daher nicht nur demokratiepolitisch, sondern nimmt sie auch als Indikator für gelingende Integrationsprozesse und die gesellschaftliche Offenheit eines Landes. Wie hat sich die politische Partizipation von Zugewanderten in Vorarlberg in den letzten Jahren entwickelt? Finden wir sie als Kandidat*innen auf den Listen von Gemeindevertretungs- und Landtagswahlen? Finden wir sie unter den gewählten Vertreterinnen und Vertretern? okay.zusammen leben beobachtet die Entwicklung seit mehreren Jahren im Rahmen eines kontinuierlichen Monitorings, aus dem bereits zwei Studien  und ein inhaltlicher Newsletter hervorgegangen sind:

 

Eine Analyse der Vorarlberger AK- und Landtagswahlen 2019 und Gemeindewahlen 2020 (2024)

und

Eine Analyse der Vorarlberger Landtagswahl 2024 mit einem Blick in die Nachbarschaft (2026)

Die beiden Forschungsberichte beschreiben die politische Beteiligung von Zugewanderten und ihren Nachkommen (in Form der Kandidatur für politische Ämter und deren Übernahme) mit Stand der Landtagswahlen 2019 und 2024, der Arbeiterkammerwahl im Jahr 2019 sowie der Gemeindewahlen im Jahr 2020. Der Fokus lag nicht nur auf Wahlwerber*innen, die im Ausland geboren wurden oder nicht-österreichische Staatsbürger*innen waren. Mithilfe eines namenskundlichen Verfahrens wurde versucht, auch die Nachkommen von Zugewanderten aus der Türkei, Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Serbien zu erfassen. Dadurch weitet sich der Blick auf generationenübergreifende Integrations- und Etablierungsprozesse.

Download der Publikation „...Eine Analyse der Vorarlberger AK- und Landtagswahlen 2019 und Gemeindewahlen 2020“ (2024): https://www.okay-line.at/file/656/politische-partizipation-online-version.pdf

Download der Publikation „...Eine Analyse der Vorarlberger Landtagswahl 2024 mit einem Blick in die Nachbarschaft“ (2026): https://www.okay-line.at/file/656/politische-partizipation-von-zugewanderten-und-ihren-nachkommen-landtagswahl-2024.pdf

 

Inhaltlicher Newsletter:

in Arbeit: Politische Partizipation von Zugewanderten und ihren Nachkommen in Vorarlberg. Aktuelle Forschungsergebnisse zu Vorarlberg und Praxisbeispiele aus anderen Ländern, wie mehr politische Partizipation von Zugewanderten proaktiv gefördert werden kann.

In diesem Newsletter stellten wir die zweite Publikation unseres Monitorings zur Politischen Partizipation vor, die sich auf die Landtagswahl 2024 bezog. Die Studie machte sichtbar, inwieweit sich die migrationsbedingte Diversität der Vorarlberger Bevölkerung unter den Kandidierenden für ein Landtagsmandat widerspiegelte und wie es um die Diversität im Vorarlberger Landtag bestellt war. Weil wir damit Daten von zwei Landtagswahlen (2019 und 2024) im Detail auswerten konnten, konnen wir auch aufzeigen, wie sich diese Form des politischen Engagements von Menschen mit Migrationsgeschichte auf Landesebene in den vergangenen Jahren entwickelt hatte. Darüber hinaus beschäftigten wir uns in diesem Newsletter auch mit Praxisbeispielen zur Förderung der politischen Partizipation unterrepräsentierter Teile der Bevölkerung: Das Programm „Diversify“ der „Deutschlandstiftung Integration“ fördert seit einigen Jahren gezielt das politische Engagement junger Menschen aus benachteiligten Gruppen der Bevölkerung; darunter sind auch junge Personen mit Migrationshintergrund. 

Download des inhaltlichen Newsletters okay-news, Nr. 40, Juni 2026: „in Arbeit: Politische Partizipation von Zugewanderten und ihren Nachkommen in Vorarlberg. Aktuelle Forschungsergebnisse zu Vorarlberg und Praxisbeispiele aus anderen Ländern, wie mehr politische Partizipation von Zugewanderten proaktiv gefördert werden kann.", https://www.okay-line.at/file/656/okay-news-40.pdf