Studien zum Thema Zwangsheirat in Vorarlberg und Wien/Österreich

Studie „ ... da war keine Liebe: Zwangsheirat und geschlechtsbezogene Gewalt in Österreich“ (2018)

Autorin: Monika Potkanski-Palka

 

Im ersten Teil der Studie erklärt die Autorin die verschiedenen Formen geschlechtsbezogener Gewalt, definiert Zwangsheirat und bietet einen Überblick über die derzeitige Rechtslage in Österreich. 


Im zweiten Teil der Studie werden die Ergebnisse einer Befragung von Expertinnen und von einigen von Zwangsheirat betroffenen Frauen dargestellt: dabei wird besonders auf die unterschiedlichen Dynamiken bei der Anbahnung von Zwangsehen und bei der Loslösung aus solchen Ehen eingegangen: diese können sich wesentlich unterscheiden, je nachdem, wo die betroffenen Frauen sozialisiert wurden und wie ihre Aufenthalt in Österreich gesichert ist.


Diplomarbeit zum Thema "Zwangsheirat" und Vorschlag für einen Maßnahmenkatalog für Vorarlberg (2006)


Nicole Richter, Studentin am Studiengang Sozialarbeit der FH Dornbirn, verfasste im Frühjahr 2006 eine Diplomarbeit mit dem Titel "Zwangsheirat als Verletzung der Menschen- und Frauenrechte. Ursachen, Gründe und Massnahmenkonzept für Vorarlberg". Die Diplomarbeit ist in der Bibliothek der FH Dornbirn einsehbar.

Ihre Arbeit basiert u. a. auf mehreren Interviews mit Akteuren in Vorarlberger Sozialinstitutionen, die mit von Zwangsheirat betroffenen Mädchen und jungen Frauen zu tun haben. Neben theoretischen Kapiteln geht sie auch auf Beratungs- und Hilfsangebote in Vorarlberg, Österreich und Deutschland ein.


Zwangsverheiratung und Arrangierte Ehen in Österreich mit besonderer Berücksichtigung Wiens. Situationsbericht & Empfehlungskatalog (2007)

Herausgeberin: Stadt Wien/Frauen
Autorinnen: Zentrum für Soziale Innovation (Rossalina Latcheva, Melanie Goisauf u.a.)

Ziel der Studie war es, auf Basis von Literaturrecherchen, Expert(innen)meinungen und der Betroffenensicht die Situation in Wien in einen internationalen Vergleich zu stellen und im Zuge dessen Best-practice-Beispiele in Bezug auf Prävention und Intervention zu identifizieren und vorzustellen. Folgende Fragen leiteten die Untersuchung:
1) Welchen Zugang haben die Sozialwissenschaften zur Thematik?
2) Wie sieht die aktuelle Rechtslage in Österreich und im internationalen Vergleich aus?
3) Wie gestaltet sich die Beratungs- und Unterbringungslandschaft in Wien?
4) Wie sehen Betroffene ihre Situation und über welche Erfahrungen berichten sie?
5) Welche Präventions- und Interventionsmaßnahmen gibt es in Wien, wo liegen die Defizite und wie können diese ausgeglichen werden?

Die Studie enthält auch ein Kapitel zur Frage der Datenerhebung und der Abschätzung des Problemausmaßes.

Die Studie steht auf der Homepage des "Zentrums für Soziale Innovation" zum Download zur Verfügung: https://www.zsi.at/object/publication/1360/attach/3SituationsberichtEmpfehlungskatalogZwangsverheiratung_2007.pdf