Monatsbericht zum Flüchtlingswesen in Vorarlberg

Wir danken dem Amt der Vorarlberger Landesregierung und insbesondere Herrn Anton Strini, Flüchtlingskoordinator des Landes, für die Bereitstellung des monatlichen "Management-Summary - Flüchtlingswesen".

Den Bericht können Sie unter "Downloads" herunterladen.

 

Zusammenfassung des aktuellen Berichts
"Management-Summary – Flüchtlingswesen" Juli 2018:

 

Abkürzungen:

KON...Konventionsflüchtlinge

SUB...Subsidiär Schutzberechtigte

BMS...Bedarfsorientierte Mindestsicherung

 

Hier die wesentlichsten Punkte aus dem aktuellen Bericht, von Anton Strini – mit Bezug zu den vorangegangen Monatsberichten – zusammengefasst:

 

Grundversorgung

► Die Zahl der Asylwerber/innen in der Grundversorgung ist im Juli 2018 erneut weiter auf jetzt 1.868 zurückgegangen, die auf 464 Quartiere in immer noch 68 Gemeinden verteilt sind. Genau vor einem Jahr waren noch 2.996 Flüchtlinge in der Grundversorgung registriert, im Juli 2016 waren es 3.828.

► Der Anteil der männlichen Asylwerber liegt jetzt bei 65%.

► Die meisten Asylwerber sind in den Bezirken Bregenz und Feldkirch untergebracht (jeweils 29,4%), gefolgt vom Bezirk Bludenz (23,3%) und vom Bezirk Dornbirn (17,9%). Damit hat die Zahl der Asylwerber im Bezirk Dornbirn gegenüber dem Vormonat doch deutlich abgenommen, in den anderen drei Bezirken leicht zugelegt.

► Bei der Altersverteilung der Asylwerber/innen hat es gegenüber dem Vormonat leicht in Richtung Vorschul- und Schulalter verschoben. Der Anteil der Flüchtlinge in der Grundversorgung im Alter von weniger als 6 Jahre hat ganz leicht auf jetzt 12,1% zugelegt, die Gruppe der Asylwerber/innen im Pflichtschulalter liegt unverändert bei 14,0%, der Anteil der 15- bis 25-Jährigen Asylwerber/innen hat mit jetzt 32,4% gegenüber dem Vormonat ein wenig 2,4% abgenommen, jener der 25- bis 60-Jährigen hat gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozentpunkte auf jetzt 38,6% zugenommen und der über 60-jährigen Flüchtlinge in der Grundversorgung liegt unverändert bei 2,5%.

► Stärkste Gruppe in der Grundversorgung sind mit 45,4% nach wie vor Flüchtlinge aus Afghanistan, etwa 17,3% sind Iraker, 8,9% aus der Russischen Föderation und 8,9% stammen aus Somalia. Syrer stellen 5,2% aller Asylwerber in Vorarlberg. Damit sind gegenüber dem Vormonat mehr Asylwerber/innen aus Afghanistan, dem Irak und Somalia, aber weniger aus Syrien in der Grundversorgung.

► 41 Flüchtlinge (22 KON, 19 SUB) haben im Juli 2018 das Bleiberecht zuerkannt erhalten. 11 dieser 41 Flüchtlinge waren Kinder unter 15 Jahren.

 

Asylberechtigte Personen in der Mindestsicherung

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten KON/SUB in allen Altersgruppen liegt im Juli 2018 mit 3.357 noch einmal um 22 gegenüber dem Juni 2018 abgenommen, nachdem bereits im Vormonat ein Rückgang von 129 verzeichnet werden konnte.

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten Bedarfsgemeinschaften liegt mit 1.256 jetzt wieder so niedrig wie seit August 2016 nicht mehr. Statistisch umfasst eine Bedarfsgemeinschaft wie schon im Vormonat 2,67 unterstützte Personen.

► Der Frauenanteil an den Flüchtlingen im Bezug der BMS ist in der Altersgruppe der 15-60-Jährigen gegenüber dem Vormonat noch einmal um 1,4 Prozentpunkte auch aktuell 45,0% gestiegen. Im Jänner 2017 etwa lag dieser Anteil noch bei 38,7%.

► Kaum Veränderungen brachte der Juli bei der Zusammensetzung nach Nationalitäten. Flüchtlinge aus Syrien stellen mit einem Anteil von rund 52% die Hauptgruppe der KON/SUB-BMS-Bezieher/innen, gefolgt von Flüchtlingen aus der Russischen Föderation (rund 24%) und aus Afghanistan (rund 7%), aus dem Irak oder aus Somalia (jeweils rund 5%).

► Der Aufwand der für Flüchtlinge eingesetzten Unterstützungsleistungen aus der Mindestsicherung liegt ganz knapp unter dem Ergebnis vom Juni bei € 1,410 Mio. Das sind die geringsten Monatskosten seit dem Juni 2016.

► Die Zahl der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge liegt wie im Vormonat bei 156, wobei nur mehr 80 in Wohnheimen der Caritas, des IfS oder in betreuten Wohnformen von SOS Kinderdorf oder Kinderdorf Vorarlberg betreut werden. 62 der 156 stehen noch im Asylverfahren, 17 sind anerkannte Konventionsflüchtlinge und 77 von ihnen wurde subsidiärer Schutz zuerkannt.

 

Sprachförderung für Flüchtlinge

► Im ersten Halbjahr 2018 haben insgesamt 966 Asylwerber/innen an insgesamt 89 Kursveranstaltungen verschiedenster Niveaus teilgenommen. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich dabei um Vergleich zu den Deutsch- und Integrationskursen im Rahmen des ÖIF-Startpakets um Teilkurse in den verschiedenen Niveaustufen handelt. Wenn man einen Zahlenvergleich mit den ÖIF-Kursen anstellen möchte, dann müssten deshalb die Teilnehmer- und Kurszahlen in der Grundversorgung rechnerisch lediglich mit etwa einem Drittel berücksichtigt werden.

► Im Rahmen der Kursaktivitäten des ÖIF haben im ersten Halbjahr 2018 insgesamt 283 bleibeberechtigte Flüchtlinge Kursangebote für Deutsch und Integration im Rahmen des Startpakets absolviert.

► Der ÖIF hat im Juli 2018 weitere 81 Sprachstandsfeststellungen durchgeführt. Damit konnten seit Jahresbeginn 2018 insgesamt 522 Sprachstandsfeststellungen (Einstufungstest) erfolgen. In rund 20% aller Testungen seit Jahresbeginn wurde ein Alphakurs empfohlen, in rund 43% der Fälle ein A1-Kurs, für die restlich getesteten Personen ein höheres Kursniveau.

 

Arbeitsmarktintegration

► Der Anteil der beim AMS vorgemerkten Flüchtlinge unter 25 liegt jetzt bei 35,5%, der Anteil der 25-45-Jährigen hat sich weiter leicht auf 48,6% erhöht und jener der über 45-Jährigen auf jetzt mit 15,9% knapp über dem Vormonatsniveau.

► Die Qualifikationsstruktur hat sich in den letzten Monaten kaum verändert. Immer noch verfügen 75,5% der KON/SUB in AMS-Betreuung über keine die Pflichtschule hinausgehende berufliche oder schulische Ausbildung und nur 14,5% der vorgemerkten Flüchtlinge haben eine höhere Schule oder eine akademische Ausbildung absolviert, wenn auch diese Ausbildungsabschlüsse nur sehr bedingt mit den österreichischen vergleichbar sind. Das Qualifikationsniveau bei Frauen ist im Durchschnitt deutlich günstiger als bei Männern. Mit rund 24% liegt der Frauenanteil mit absolvierter weiterführender Schule bzw. Colleg- oder Uni-Abschluss etwa doppelt so hoch als jener von männlichen beim AMS registrierten Flüchtlingen. Allerdings verfügen die Frauen in den wenigsten Fällen über entsprechende berufliche Praxis.

► Von den insgesamt 1.073 beim AMS vorgemerkten Flüchtlingen waren Ende Juli 399 (37,2%) in diversen Schulungsmaßnahmen untergebracht, 47 (4,4%) sind für die Aufnahme einer Lehrausbildung sofort verfügbar vorgemerkt. Die Veränderungen bei Schulungsteilnehmer/innen und vorgemerkten Lehrstellensuchenden ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nur reduzierte Eintrittsmöglichkeiten bei den Projekten "Jugend-College" und "Top4Job" zur Verfügung stehen.

► Das der Vorarlberger Arbeitsmarkt aufnahmefähig ist, beweisen auch die Vermittlungszahlen des AMS. Während seit Jahresbeginn 2018 bereits 673 Beschäftigungsaufnahmen von bleibeberechtigten Flüchtlingen erreicht werden konnten, waren es im Vergleichszeitraum 2017 lediglich 479.

► Die Zahl der unselbständig Beschäftigten in den Hauptflüchtlingsgruppen (Syrer, Afghanen, Somalis, Irakis, Iraner, Pakistani, Russische Förderation) hat mit 1.894 weiter zugelegt und auch gering qualifizierte Flüchtlinge haben bei den derzeit guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen recht gute berufliche Chancen, wenn sie brauchbare Deutschkenntnisse mitbringen. Mit diesem neuen Beschäftigtenstand sind 589 (+45,1%) mehr Menschen aus diesen Herkunftsländern beschäftigt als noch im Juli des Vorjahres.

 



Zusammenfassungen der Berichte der vorangegangenen zwei Monate:

 

"Management-Summary – Flüchtlingswesen" Juni 2018:

 

Grundversorgung

► Die Zahl der Asylwerber/innen in der Grundversorgung ist im Juni 2018 erneut weiter auf jetzt 1.985 zurückgegangen, die auf 486 Quartiere in immer noch 70 Gemeinden verteilt sind. Der Anteil der männlichen Asylwerber liegt jetzt bei ziemlich genau zwei Dritteln, hat sich also im Juni noch einmal um gut 1 Prozent verringert.

► Die meisten Asylwerber sind im Bezirk Bregenz untergebracht (29,6%), gefolgt vom Bezirk Feldkirch (28,1%), vom Bezirk Bludenz (23,0%) und vom Bezirk Dornbirn (19,3%).

► Bei der Altersverteilung der Asylwerber/innen hat es gegenüber dem Vormonat leicht in Richtung Vorschul- und Schulalter verschoben. Der Anteil der Flüchtlinge in der Grundversorgung im Alter von weniger als 6 Jahre liegt jetzt bei 12,0%, jener der Asylwerber/innen im Pflichtschulalter bei 14,0%, der Anteil der 15- bis 25-Jährigen Asylwerber/innen hat mit jetzt 32,9% leicht abgenommen, jener der 25- bis 60-Jährigen liegt wie im Vormonat bei 38,6% und der über 60-jährigen Flüchtlinge in der Grundversorgung jetzt bei 2,5%.

► Stärkste Gruppe in der Grundversorgung sind mit 44,4% nach wie vor Flüchtlinge aus Afghanistan, etwa 16,7% sind Iraker, 8,7% aus der Russischen Föderation und 8,5% stammen aus Somalia,. Syrer stellen fast gleich wie im Vormonat 6,3% aller Asylwerber in Vorarlberg.

► 58 Flüchtlinge (30 KON, 28 SUB) haben im Juni 2018 das Bleiberecht zuerkannt erhalten. 22 dieser 58 Flüchtlinge waren Kinder unter 15 Jahren.

 

Asylberechtigte Personen in der Mindestsicherung

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten KON/SUB in allen Altersgruppen liegt im Juni 2018 mit 3.379 doch erheblich (-129) unter der im Vormonat.

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten Bedarfsgemeinschaften liegt mit 1.265 jetzt wieder so niedrig wie seit September 2016 nicht mehr. Statistisch umfasst eine Bedarfsgemeinschaft aktuell 2,67 unterstützte Personen.

► Der Frauenanteil an den Flüchtlingen im Bezug der BMS beträgt in der Altersgruppe der 15-60-Jährigen wie im Vormonat 43,6%. Im Jänner 2017 etwa lag dieser Anteil noch bei 38,7%.

► Keine Veränderungen brachte der Juni bei der Zusammensetzung nach Nationalitäten. Flüchtlinge aus Syrien stellen sie mit einem Anteil von rund 51% die Hauptgruppe der KON/SUB-BMS-Bezieher/innen, gefolgt von Flüchtlingen aus der Russischen Föderation (rund 24%) und aus Afghanistan (rund 8%), aus dem Irak (rund 5%) oder aus Somalia (rund 5%).

► Der Aufwand der für Flüchtlinge eingesetzten Unterstützungsleistungen aus der Mindestsicherung hat weiter abgenommen und lagen im Juni 2018 nur mehr bei € 1,411 Mio. Das sind die geringsten Monatskosten seit dem Juni 2016.

► Die Zahl der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge hat sich noch einmal - wenn auch ganz leicht - auf 156 verringert, wobei nur mehr 84 in Wohnheimen der Caritas, des IfS oder in betreuten Wohnformen von SOS Kinderdorf oder Kinderdorf Vorarlberg betreut werden. 64 der 156 stehen noch im Asylverfahren, 15 sind anerkannte Konventionsflüchtlinge und 77 von ihnen wurde subsidiärer Schutz zuerkannt.

 

Sprachförderung für Flüchtlinge

► Kursteilnehmer/innen an Deutschkursen werden von der zuständigen Abteilung im Landhaus lediglich quartalsweise ausgewiesen. Für die Grundversorgung liegen erst die Ergebnisse des 1. Quartals 2018 vor. Danach haben insgesamt 474 Asylwerber/innen an 45 Kursen verschiedener Niveaus teilgenommen. Über die Kursaktivitäten des ÖIF gibt es schon Ergebnisse über das gesamte 1. Halbjahr. Danach haben 283 bleibeberechtigte Flüchtlinge Kursangebote für Deutsch und Integration im Rahmen des ÖIF-Sprachpakets absolviert.

► Der ÖIF hat im Juni 2018 weitere 40 Sprachstandsfeststellungen durchgeführt. Damit konnten seit Jahresbeginn 2018 insgesamt 441 Sprachstandsfeststellungen erledigt werden. In rund 18% aller Testungen seit Jahresbeginn wurde ein Alphakurs empfohlen, in rund 44% der Fälle ein A1-Kurs, für die restlich getesteten Personen ein höheres Kursniveau.

 

Arbeitsmarktintegration

► Der Anteil der beim AMS vorgemerkten Flüchtlinge unter 25 hat gegenüber dem Vormonat ganz leicht zugelegt und liegt jetzt bei 37,2%, der Anteil der 25-45-Jährigen hat sich weiter leicht auf 47,1% verringert und jener der über 45-Jährigen auf jetzt 15,7% leicht erhöht.

► Die Qualifikationsstruktur hat sich in den letzten Monaten kaum verändert. Immer noch verfügen 75,2% der KON/SUB in AMS-Betreuung über keine die Pflichtschule hinausgehende berufliche oder schulische Ausbildung und nur 15,1% der vorgemerkten Flüchtlinge haben eine höhere Schule oder eine akademische Ausbildung absolviert, wenn auch diese Ausbildungsabschlüsse nur sehr bedingt mit den österreichischen vergleichbar sind. Das Qualifikationsniveau bei Frauen ist im Durchschnitt  deutlich günstiger als bei Männern. Allerdings verfügen die Frauen in den wenigsten Fällen über entsprechende berufliche Praxis.

► Von den insgesamt 1.120 beim AMS vorgemerkten Flüchtlingen waren Ende Juni 465 (41,5%) in diversen Schulungsmaßnahmen untergebracht, 22 (2,0%) sind für die Aufnahme einer Lehrausbildung sofort verfügbar vorgemerkt.

► Das der Vorarlberger Arbeitsmarkt aufnahmefähig ist, beweisen auch die Vermittlungszahlen des AMS. Während im 1. Halbjahr 2018 bereits 553 Beschäftigungsaufnahmen von bleibeberechtigten Flüchtlingen erreicht werden konnten, waren es im Vergleichszeitraum 2017 lediglich 374.

► Die Zahl der unselbständig Beschäftigten in den Hauptflüchtlingsgruppen (Syrer, Afghanen, Somalis, Irakis, Iraner, Pakistani, Russische Förderation) hat mit 1.763 weiter zugelegt und auch gering qualifizierte Flüchtlinge haben derzeit recht gute berufliche Chancen, wenn sie brauchbare Deutschkenntnisse mitbringen. Mit diesem neuen Beschäftigtenstand sind 546 (+44,9%) mehr Menschen aus diesen Herkunftsländern beschäftigt als noch im Juni des Vorjahres.
Für allfällige Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

 


"Management-Summary – Flüchtlingswesen" Mai 2018:

 

Grundversorgung

► Die Zahl der Asylwerber/innen in der Grundversorgung ist im Mai 2018 erneut weiter auf jetzt 2.127 zurückgegangen, die auf 535 Quartiere in immer noch 72 Gemeinden verteilt sind. Der Anteil der männlichen Asylwerber ist im letzen Monat mit 67,9% noch einmal um ein Zehntelprozent gesunken, jener der weiblich entsprechend noch einmal marginal angestiegen.

► Die meisten Asylwerber sind im Bezirk Bregenz untergebracht (29,8%), gefolgt vom Bezirk Feldkirch (28,1%), vom Bezirk Bludenz (22,8%) und vom Bezirk Dornbirn (19,3%). Damit haben sich die Anteile von Dornbirn/Bludenz in Richtung Bregenz/Feldkirch leicht verschoben.

► Bei der Altersverteilung der Asylwerber/innen hat es gegenüber dem Vormonat keine Verschiebungen mehr gegeben. Der Anteil der Flüchtlinge in der Grundversorgung im Alter von weniger als 6 Jahre liegt nach wie vor bei 11,3%, jener der Asylwerber/innen im Pflichtschulalter bei 13,3%, der Anteil der 15- bis 25-Jährigen Asylwerber/innen liegt unverändert bei 34,5%, jener der 25- bis 60-Jährigen bei 38,6% und der über 60-jährigen Flüchtlinge in der Grundversorgung weiter bei 2,3%.

► Stärkste Gruppe in der Grundversorgung sind mit 44,3% nach wie vor Flüchtlinge aus Afghanistan, etwa 15,9% sind Iraker, 9,3% stammen aus Somalia, 8,7% aus der Russischen Föderation. Syrer stellen nur mehr 6,2% aller Asylwerber in Vorarlberg.

► 28 Flüchtlinge (18 KON, 10 SUB) haben im Mai 2018 das Bleiberecht zuerkannt erhalten. 9 dieser 28 Flüchtlinge waren Kinder unter 15 Jahren.

 

Asylberechtigte Personen in der Mindestsicherung

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten KON/SUB in allen Altersgruppen liegt im Mai 2018 mit 3.508 fast gleich auf mit dem Vormonat (+3).

► Wie schon in den Vormonaten erwähnt, sind in dieser Zahl von 3.508 allerdings alle KON/SUB mitgerechnet, die im Mai 2018 eine BMS-Grundleistung (Lebensunterhalt/Wohnbedarf) und/oder eine einmalige Unterstützung aus der Mindestsicherung erhalten haben. Würden lediglich jene ausgewiesen, die eine BMS-Grundleistung erhalten haben, dann verringert sich die Zahl der BMS-Bezieher/innen (KON/SUB) um etwa 250 in allen Altersgruppen. 1.996 davon sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 60 Jahren.

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten Bedarfsgemeinschaften liegt mit 1.287 jetzt wieder so niedrig wie seit September 2016 nicht mehr. Statistisch haben wir aktuell mit 2,73 unterstützten Personen je Bedarfsgemeinschaft den bisher höchsten Wert.

► Der Frauenanteil an den Flüchtlingen im Bezug der BMS ist in den letzten Monaten kontinuierlich gewachsen und beträgt jetzt in der Altersgruppe der 15-60-Jährigen bereits 43,6%. Im Jänner 2017 etwa lag dieser Anteil noch bei 38,7%, im Jänner 2018 bei 42,3%. Gemeinsam mit der steigenden Personenanzahl je Bedarfsgemeinschaft zeigt diese Entwicklung auf, dass sich der Neuzugang von KON/SUB in die BMS stärker auf den Familiennachzug konzentriert.

► Kaum Veränderung brachte der April bei der Zusammensetzung nach Nationalitäten. Flüchtlinge aus Syrien stellen sie mit einem Anteil von rund 51% die Hauptgruppe der KON/SUB-BMS-Bezieher/innen, gefolgt von Flüchtlingen aus der Russischen Föderation (rund 24%) und aus Afghanistan (rund 8%), aus dem Irak (rund 5%) oder aus Somalia (rund 5%).

► Der Aufwand der für Flüchtlinge eingesetzten Unterstützungsleistungen aus der Mindestsicherung hat weiter abgenommen und lagen im Mai 2018 nur mehr bei € 1,549 Mio.

► Die Zahl der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge hat sich noch einmal - wenn auch ganz leicht - auf 161 verringert, wobei nur mehr 85 in Wohnheimen der Caritas, des IfS oder in betreuten Wohnformen von SOS Kinderdorf oder Kinderdorf Vorarlberg betreut werden. 68 der 161 stehen noch im Asylverfahren, 13 sind anerkannte Konventionsflüchtlinge und 80 von ihnen wurde subsidiärer Schutz zuerkannt.

 

Sprachförderung für Flüchtlinge

► Kursteilnehmer/innen an Deutschkursen werden von der zuständigen Abteilung im Landhaus lediglich quartalsweise ausgewiesen. Im Bereich der Grundversorgung haben im 1. Quartal 2018 insgesamt 474 Asylwerber/innen an 45 Kursen verschiedener Niveaus teilgenommen, und 138 bleibeberechtigte Flüchtlinge absolvierten Kursangebote für Deutsch und Integration im Rahmen des ÖIF-Sprachpakets.

► Der ÖIF hat im Mai 2018 weitere 85 Sprachstandsfeststellungen durchgeführt. Damit konnten seit Jahresbeginn 2018 insgesamt 401 Sprachstandsfeststellungen erledigt werden. In rund 19% aller Testungen seit Jahresbeginn wurde ein Alphakurs empfohlen, in rund 44% der Fälle ein A1-Kurs, für die restlich getesteten Personen ein höheres Kursniveau.

 

Arbeitsmarktintegration

► Der Anteil der beim AMS vorgemerkten Flüchtlinge unter 25 hat gegenüber dem Vormonat wieder leicht zugelegt und liegt jetzt bei 37,1%, der Anteil der 25-45-Jährigen hat sich wieder leicht auf 47,7% verringert und jener der über 45-Jährigen stabil bei 15,2%.

► Die Qualifikationsstruktur hat sich in den letzten Monaten kaum verändert. Immer noch verfügen 75,1% der KON/SUB in AMS-Betreuung über keine die Pflichtschule hinausgehende berufliche oder schulische Ausbildung und nur 14,5% der vorgemerkten Flüchtlinge haben eine höhere Schule oder eine akademische Ausbildung absolviert, wenn auch diese Ausbildungsabschlüsse nur sehr bedingt mit den österreichischen vergleichbar sind. Das Qualifikationsniveau bei Frauen ist im Durchschnitt deutlich günstiger als bei Männern. Allerdings verfügen die Frauen in den wenigsten Fällen über entsprechende berufliche Praxis.

► Von den insgesamt 1.129 beim AMS vorgemerkten Flüchtlingen waren Ende Mai 516 (45,7%) in diversen Schulungsmaßnahmen untergebracht, 21 (1,9%) sind für die Aufnahme einer Lehrausbildung sofort verfügbar vorgemerkt.

► Das der Vorarlberger Arbeitsmarkt aufnahmefähig ist, beweisen auch die Vermittlungszahlen des AMS. Während in den ersten fünf Monaten des Jahres 2018 bereits 454 Beschäftigungsaufnahmen von bleibeberechtigten Flüchtlingen erreicht werden konnten, waren es im Vergleichszeitraum 2017 lediglich 307.

► Die Zahl der unselbständig Beschäftigten in den Hauptflüchtlingsgruppen (Syrer, Afghanen, Somalis, Irakis, Iraner, Pakistani, Russische Förderation) hat mit 1.727 einen neuen Rekordwert erreicht. Mit diesem Beschäftigtenstand sind 589 (+51,8%) mehr Menschen aus diesen Herkunftsländern beschäftigt als noch im Mai des Vorjahres.