Monatsbericht zum Flüchtlingswesen in Vorarlberg

Wir danken dem Amt der Vorarlberger Landesregierung und insbesondere Herrn Anton Strini, Flüchtlingskoordinator des Landes, für die Bereitstellung des monatlichen "Management-Summary - Flüchtlingswesen".

Den Bericht können Sie unter "Downloads" herunterladen.

 

Zusammenfassung des aktuellen Berichts
"Management-Summary – Flüchtlingswesen" November 2018:

 

Abkürzungen:

KON...Konventionsflüchtlinge

SUB...Subsidiär Schutzberechtigte

BMS...Bedarfsorientierte Mindestsicherung

 

Hier die wesentlichsten Punkte aus dem aktuellen Bericht, von Anton Strini – mit Bezug zu den vorangegangen Monatsberichten – zusammengefasst:

 

Grundversorgung

► Die Zahl der Asylwerber/innen in der Grundversorgung ist im November 2018 weiter auf jetzt 1.681 zurückgegangen, die auf 433 Quartiere in 67 Gemeinden verteilt sind. Genau vor einem Jahr waren noch 2.567 Flüchtlinge in der Grundversorgung registriert. Den höchsten Stand an Flüchtlingen in der Grundversorgung zählten wir in Vorarlberg im April 2016 mit 3.905.

► Der Anteil der männlichen Asylwerber liegt im Vergleich zum Vormonat wieder leicht höher mit 65,1%.

► Der Bezirk Bregenz beherbergt mit 28,7% den höchsten, Feldkirch mit 27,2% den zweithöchsten Anteil. Im Bezirk Bludenz wohnen 25,0% der in Vorarlberg untergebrachten Asylwerber und im Bezirk Dornbirn 19,1%. Bludenz und Bregenz haben damit im Vergleich zum Vormonat leicht zugelegt, die Bezirke Feldkirch und Dornbirn leicht abgenommen.

► Bei der Altersverteilung der Asylwerber/innen ist wenig Veränderung festzustellen. Der Anteil der Asylwerber im erwerbsfähigen Alter ist mit 70,7% (1.189 Personen) fast gleich hoch wie im Vormonat (70,5% bzw. 1.202 Personen).

► Stärkste Gruppe in der Grundversorgung sind mit 47,0% nach wie vor Flüchtlinge aus Afghanistan, 16,5% sind Iraker, 9,3% aus der Russischen Föderation und 5,7% stammen aus Somalia. Syrer stellen aktuell 5,3% aller Asylwerber in Vorarlberg.

► 36 Flüchtlinge (27 KON, 9 SUB) haben im November 2018 das Bleiberecht zuerkannt erhalten. 12 dieser 36 Flüchtlinge waren Kinder unter 15 Jahren. Von den Erwachsenen im Alter von 15 bis 60 Jahre waren 14 Männer und 10 Frauen.

 

Asylberechtigte Personen in der Mindestsicherung

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten KON/SUB in allen Altersgruppen liegt im November 2018 mit 3.311 um 23 unter dem Niveau des Vormonats. Im erwerbsfähigen Alter waren davon 1.807 registriert, um 34 weniger als im Oktober, nachdem der Rückgang der BMS-Bezieher/innen in dieser Altersgruppe bereits im September um 38 zurückgegangen ist.

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten Bedarfsgemeinschaften liegt jetzt mit 1.195 ganz leicht niedriger als im Oktober 2018. Damit hat die Zahl der durch die BMS unterstützten Bedarfsgemeinschaften seit März 2018 (mit 1.399) kontinuierlich abgenommen. Statistisch umfasst eine Bedarfsgemeinschaft inzwischen 2,77 unterstützte Personen. Im April 2016 lag dieser Wert noch bei 2,20.

► Der Frauenanteil an den Flüchtlingen im Bezug der BMS ist in der Altersgruppe der 15-60-Jährigen gegenüber dem Vormonat noch einmal leicht erhöht und liegt jetzt bei 46,2%. Im Jänner 2017 lag dieser Anteil noch bei 38,7%.

► Auch der November brachte keine Verschiebungen bei der Zusammensetzung nach Nationalitäten. Flüchtlinge aus Syrien stellen mit einem Anteil von rund 51% die Hauptgruppe der KON/SUB-BMS-Bezieher/innen, gefolgt von Flüchtlingen aus der Russischen Föderation (rund 24%) und aus Afghanistan (rund 9%), aus dem Irak (rund 5%) und aus Somalia (rund 4%).

► Von den vier Vorarlberger BHs wurden im November 40 Ermahnungen an KON/SUB ausgesprochen und 20 Kürzungen der Mindestsicherung bei KON/SUB verhängt. Damit wurden seit Anfang 2018 insgesamt 254 Ermahnungen ausgesprochen und 268 Kürzungen der BMS verhängt. Diese Daten zeigen auch auf, dass die BMS-Stellen in Vorarlberg im ständigen Kontakt mit den KON/SUB stehen, was mit ein Grund dafür sein dürfte, dass die durchschnittliche Verweildauer in der Mindestsicherung in Vorarlberg im Bundesländervergleich günstig ausfällt.

► Der Aufwand der für Flüchtlinge eingesetzten Unterstützungsleistungen aus der Mindestsicherung liegt mit € 1,339 Mio. im November markant (- 0,113 Mio.) unter dem des Vormonats.  Im November des Vorjahres lag der Aufwand der Mindestsicherung für Flüchtlinge aber noch um rund € 0,421 Mio. höher.

► Die Zahl der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge liegt wie im Vormonat bei 142. 64 der 142 stehen noch im Asylverfahren, 14 sind anerkannte Konventionsflüchtlinge und 64 von ihnen genießen subsidiären Schutz.

 

Sprachförderung für Flüchtlinge

► Der ÖIF hat im November 2018 weitere 37 Sprachstands-Feststellungen durchgeführt. Damit konnten seit Jahresbeginn 2018 insgesamt 772 Sprachstands-Feststellungen (Einstufungstest) erfolgen. In rund 17% aller Testungen seit Jahresbeginn wurde ein Alpha-Kurs empfohlen, in rund 44% der Fälle ein A1-Kurs, für die restlich getesteten Personen ein höheres Kursniveau. Dabei ist allerdings nach wie vor zu berücksichtigen, dass in etlichen Fällen bereits in der Erstberatung durch den ÖIF die Notwendigkeit für einen Alpha-Kurs festgestellt wird ohne dass ein Einstufungstest eingeleitet wird.

► Im Rahmen der Kursaktivitäten des ÖIF haben in den ersten 3 Quartalen 2018 insgesamt 510 bleibeberechtigte Flüchtlinge Kursangebote für Deutsch und Integration im Rahmen des Startpakets absolviert. Die Daten für das 4.Quartal stehen noch aus.

► Seit dem letzten Jahr schließen diese Deutschkurse im ÖIF-Startpaket mit einer Prüfung ab. Die Ergebnisse sind aber nach wie vor nicht zufriedenstellend. Von Jahresbeginn bis Ende Oktober haben 291 A1-Kursabsolvent/innen eine Prüfung absolviert, davon aber lediglich 50,5% mit Erfolg. Der ÖIF hart darauf reagiert und wird die Dauer bei den Kursangeboten ab 2019 von jetzt 180 Unterrichtseinheiten auf 240 erhöhen. Über Auftrag des Vorarlberger Sozialfonds werden die regionalen Flüchtlingskoordinator/innen ab Mitte Februar 2019 versuchen, ehrenamtliche Helfer/innen strukturiert an Deutschkurse im Rahmen des ÖIF-Startpakets anzudocken, um die Kurserfolge zu steigern und gemeinsam mit dem ÖIF und anderen Akteuren in der Sprachförderung für Flüchtlinge sollen in den nächsten Wochen Gespräche aufgenommen werden, um zusätzliche Maßnahmen zur Hebung der Erfolgsquote bei den Prüfungen auf den Weg zu bringen.

► In den ersten 3 Quartalen 2018 haben insgesamt 1.330 Asylwerber/innen an insgesamt 120 Kursveranstaltungen verschiedenster Niveaus teilgenommen. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich dabei um Vergleich zu den Deutsch- und Integrationskursen im Rahmen des ÖIF-Startpakets um Teilkurse in den verschiedenen Niveaustufen handelt. Wenn man einen Zahlenvergleich mit den ÖIF-Kursen anstellen möchte, dann müssten deshalb die Teilnehmer- und Kurszahlen in der Grundversorgung rechnerisch lediglich mit etwa einem Drittel berücksichtigt werden.

► 47 bleibeberechtigte Flüchtlinge haben im November 2018 einen Werte- und Orientierungskurs besucht. Damit erhöht sich die Zahl an Teilnahmen an Werte- und Orientierungskursen in Vorarlberg seit Jahresbeginn 2018 auf 597.

 

Arbeitsmarktintegration

► Der Anteil der beim AMS vorgemerkten Flüchtlinge unter 25 liegt jetzt bei 39,8% wieder etwas höher, der Anteil der 25-45-Jährigen hat sich wieder auf 45,4% verringert und jener der über 45-Jährigen ist mit 14,8% unverändert.

► Die Qualifikationsstruktur hat sich gegenüber dem Vormonat noch einmal - wenn auch nur marginal - verschlechtert. 77,9% der KON/SUB in AMS-Betreuung verfügen über keine die Pflichtschule hinausgehende berufliche oder schulische Ausbildung und nur 13,4% der vorgemerkten Flüchtlinge haben eine höhere Schule oder eine akademische Ausbildung absolviert, wenn auch diese Ausbildungsabschlüsse nur sehr bedingt mit den österreichischen vergleichbar sind. Das Qualifikationsniveau bei Frauen ist nach wie vor im Durchschnitt deutlich günstiger als bei Männern. Mit rund 21,6% liegt der Frauenanteil mit absolvierter weiterführender Schule bzw. Colleg- oder Uni-Abschluss markant höher als jener von männlichen beim AMS registrierten Flüchtlingen mit 11,9%. Allerdings verfügen die Frauen in den wenigsten Fällen über verwertbare berufliche Praxis und auch die Einsatzmöglichkeiten der Männer mit weiter reichender Ausbildung halten sich in Grenzen, weil in vielen Fällen die absolvierten Ausbildungen am heimischen Arbeitsmarkt nur sehr bedingt verwertbar sind.

► Von den insgesamt 1.142 beim AMS vorgemerkten Flüchtlingen waren Ende November 486 (42,6%) in diversen Schulungsmaßnahmen untergebracht, 40 (3,5%) sind für die Aufnahme einer Lehrausbildung sofort verfügbar vorgemerkt.

► Das AMS konnte seit Jahresbeginn 2018 bereits 1.061 Beschäftigungsaufnahmen von bleibeberechtigten Flüchtlingen erreichen, im Vergleichszeitraum 2017 waren das lediglich 773.

► Die Zahl der unselbständig Beschäftigten in den Hauptflüchtlingsgruppen (Syrer, Afghanen, Somalis, Irakis, Iraner, Pakistani, Russische Föderation) hat sich nach einem Entwicklungseinschnitt im September inzwischen wieder auf 1.978 erhöht. Die günstige Entwicklung der ersten 8 Monate 2018 konnte aber seit September nicht mehr erreicht werden. Während die Zahl der unselbständig Erwerbstätigen in den ersten 8 Monat jeweils durchschnittlich knapp über 60 Dienstverhältnisse angestiegen ist, konnte in den Monaten September, Oktober und November durchschnittlich nur mehr 10 zusätzliche Dienstverhältnisse registriert werden.

 



Zusammenfassungen der Berichte der vorangegangenen zwei Monate:

 

"Management-Summary – Flüchtlingswesen" Oktober 2018:

 

Grundversorgung

► Die Zahl der Asylwerber/innen in der Grundversorgung ist im Oktober 2018 weiter auf jetzt 1.704 zurückgegangen, die auf 42 Quartiere in 69 Gemeinden verteilt sind. Genau vor einem Jahr waren noch 2.720 Flüchtlinge in der Grundversorgung registriert. Den höchsten Stand an Flüchtlingen in der Grundversorgung zählten wir in Vorarlberg im April 2016 mit 3.905.

► Der Anteil der männlichen Asylwerber ist gegenüber dem Vormonat ganz leicht auf jetzt 64,8% zurückgegangen.

► Die Bezirke Bregenz und Feldkirch beherbergen mit jeweils 28,5% den höchsten Anteil an Asylwerbern. Darauf folgt der Bezirk Bludenz mit 24,1% und letztlich der Bezirk Dornbirn mit 19,6%. Damit ist es zu leichten Verschiebungen von den Bezirken Bregenz und Feldkirch hin zu den Bezirken Bludenz und Dornbirn gekommen.

► Bei der Altersverteilung der Asylwerber/innen sind gegenüber dem Vormonat nur ganz marginale Veränderungen zu beobachten. Kinder unter 15 Jahre haben ganz leicht zugelegt, die Zahl der Asylwerber zwischen 18 und 60 ist ganz leicht gesunken.

► Stärkste Gruppe in der Grundversorgung sind mit 46,9% nach wie vor Flüchtlinge aus Afghanistan, 17,0% sind Iraker, 9,6% aus der Russischen Föderation und 5,8% stammen aus Somalia,. Wie schon im Vormonat stellen Syrer noch 4,8% aller Asylwerber in Vorarlberg.

► 41 Flüchtlinge (32 KON, 9 SUB) haben im Oktober 2018 das Bleiberecht zuerkannt erhalten. 14 dieser 41 Flüchtlinge waren Kinder unter 15 Jahren, 3 waren bereit über 60 Jahre alt. Von den Erwachsenen im Alter von 15 bis 60 Jahre waren 10 Männer und 14 Frauen.

 

Asylberechtigte Personen in der Mindestsicherung

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten KON/SUB in allen Altersgruppen liegt im Oktober 2018 mit 3.334 fast genau auf dem Niveau des Vormonats. Im erwerbsfähigen Alter waren aber lediglich 1.841 (995 Männer und 846 Frauen) registriert, um 38 weniger als im September.

► Die Zahl der mit der BMS unterstützten Bedarfsgemeinschaften liegt jetzt mit 1.199 um 19 niedriger als im September 2018. Damit hat die Zahl der durch die BMS unterstützten Bedarfsgemeinschaften seit März 2018 (mit 1.399) kontinuierlich abgenommen. Statistisch umfasst eine Bedarfsgemeinschaft inzwischen 2,78 unterstützte Personen. Im April 2016 lag dieser Wert noch bei 2,20. Diese Entwicklung zeigt klar auf, dass Familiennachzug zwar nur schleppend aber doch kontinuierlich möglich ist.

► Der Frauenanteil an den Flüchtlingen im Bezug der BMS ist in der Altersgruppe der 15-60-Jährigen gegenüber dem Vormonat noch einmal leicht erhöht und liegt jetzt bei 46,0%. Im Jänner 2017 lag dieser Anteil noch bei 38,7%.

► Überhaupt keine Verschiebungen brachte der Oktober bei der Zusammensetzung nach Nationalitäten. Flüchtlinge aus Syrien stellen mit einem Anteil von rund 51% die Hauptgruppe der KON/SUB-BMS-Bezieher/innen, gefolgt von Flüchtlingen aus der Russischen Föderation (rund 24%) und aus Afghanistan (rund 9%), aus dem Irak (rund 5%) und aus Somalia (rund 4%).

► Der Aufwand der für Flüchtlinge eingesetzten Unterstützungsleistungen aus der Mindestsicherung liegt mit € 1,452 Mio. im Oktober ganz knapp unter dem des Vormonats. Im Oktober des Vorjahres lag der Aufwand der Mindestsicherung für Flüchtlinge aber noch um rund € 0,327 Mio. höher.

► Die Zahl der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge liegt wie im Vormonat bei 144. 60 der 144 stehen noch im Asylverfahren, 14 sind anerkannte Konventionsflüchtlinge und 70 von ihnen genießen subsidiären Schutz.

 

Sprachförderung für Flüchtlinge

► Der ÖIF hat im Oktober 2018 weitere 51 Sprachstands-Feststellungen durchgeführt. Damit konnten seit Jahresbeginn 2018 insgesamt 735 Sprachstands-Feststellungen (Einstufungstest) erfolgen. In rund 17% aller Testungen seit Jahresbeginn wurde ein Alpha-Kurs empfohlen, in rund 45% der Fälle ein A1-Kurs, für die restlich getesteten Personen ein höheres Kursniveau. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass in etlichen Fällen bereits in der Erstberatung durch den ÖIF die Notwendigkeit für einen Alphabetisierungskurs festgestellt wird ohne dass eine Sprachstandsfeststellung eingeleitet wird.

► Im Rahmen der Kursaktivitäten des ÖIF haben in den ersten 3 Quartalen 2018 insgesamt 510 bleibeberechtigte Flüchtlinge Kursangebote für Deutsch und Integration im Rahmen des Startpakets absolviert.

► Seit dem letzten Jahr schließen diese Deutschkurse im ÖIF-Startpaket mit einer Prüfung ab. Die Ergebnisse sind aber nach wie vor nicht zufriedenstellend. Von Jahresbeginn bis Ende September haben 261 A1-Kursabsolvent/innen eine Prüfung absolviert, davon aber lediglich knapp 52,1% mit Erfolg. Der ÖIF hart bereits darauf reagiert und wird die Dauer bei den Kursangeboten ab 2014 von jetzt 180 Unterrichtseinheiten auf 240 erhöhen. Weitere Maßnahmen zur Hebung der Erfolgsquote bei den Prüfungen zu den Sprachkursen im ÖIF-Startpaket sollen gemeinsam mit dem ÖIF in den nächsten Wochen festgelegt werden.

► In den ersten 3 Quartalen 2018 haben insgesamt 1.330 Asylwerber/innen an insgesamt 120 Kursveranstaltungen verschiedenster Niveaus teilgenommen. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass es sich dabei um Vergleich zu den Deutsch- und Integrationskursen im Rahmen des ÖIF-Startpakets um Teilkurse in den verschiedenen Niveaustufen handelt. Wenn man einen Zahlenvergleich mit den ÖIF-Kursen anstellen möchte, dann müssten deshalb die Teilnehmer- und Kurszahlen in der Grundversorgung rechnerisch lediglich mit etwa einem Drittel berücksichtigt werden.

► 74 bleibeberechtigte Flüchtlinge haben im Oktober 2018 einen Werte- und Orientierungskurs besucht. Damit erhöht sich die Zahl an Teilnahmen an Werte- und Orientierungskursen in Vorarlberg seit Jahresbeginn 2018 auf 550.

 

Arbeitsmarktintegration

► Der Anteil der beim AMS vorgemerkten Flüchtlinge unter 25 liegt jetzt bei 38,6% wieder etwas höher, der Anteil der 25-45-Jährigen hat sich wieder auf 46,6% und auch jener der über 45-Jährigen auf jetzt 14,8% leicht verringert.

► Die Qualifikationsstruktur hat sich gegenüber dem Vormonat noch einmal - wenn auch marginal - verschlechtert. 77,6% der KON/SUB in AMS-Betreuung verfügen über keine die Pflichtschule hinausgehende berufliche oder schulische Ausbildung und nur 13,6% der vorgemerkten Flüchtlinge haben eine höhere Schule oder eine akademische Ausbildung absolviert, wenn auch diese Ausbildungsabschlüsse nur sehr bedingt mit den österreichischen vergleichbar sind. Das Qualifikationsniveau bei Frauen ist nach wie vor im Durchschnitt deutlich günstiger als bei Männern. Mit rund 21,3% liegt der Frauenanteil mit absolvierter weiterführender Schule bzw. Colleg- oder Uni-Abschluss markant höher als jener von männlichen beim AMS registrierten Flüchtlingen mit 12,0%. Allerdings verfügen die Frauen in den wenigsten Fällen über verwertbare berufliche Praxis.

► Von den insgesamt 1.136 beim AMS vorgemerkten Flüchtlingen waren Ende Oktober 484 (42,6%) in diversen Schulungsmaßnahmen untergebracht, 38 (3,3%) sind für die Aufnahme einer Lehrausbildung sofort verfügbar vorgemerkt.

► Das AMS konnte seit Jahresbeginn 2018 bereits 974 Beschäftigungsaufnahmen von bleibeberechtigten Flüchtlingen erreichen, im Vergleichszeitraum 2017 waren das lediglich 711.

► Die Zahl der unselbständig Beschäftigten in den Hauptflüchtlingsgruppen (Syrer, Afghanen, Somalis, Irakis, Iraner, Pakistani, Russische Föderation) hat sich nach einem Entwicklungseinschnitt im September im Oktober wieder auf 1.957 erhöht liegt aber gerade einmal um 9 höher als im August 2018. Eine Analyse nach Wirtschaftsbereichen zeigt auf, dass im Bereich Personalleasing gegenüber dem August 28 mit Flüchtlingen besetzte Stellen und im Tourismus (Ende der Sommersaison) ebenfalls insgesamt 22 bisher mit Flüchtlingen besetzte Stellen abgebaut wurden.